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Offshore-Windkraft wächst rasant in Deutschland

Ausbauziele, Investitionen und Herausforderungen für die Energiewende

Offshore-Windkraft wächst rasant in Deutschland

Der Ausbau der Windenergie auf hoher See verzeichnet ein starkes Wachstum. Im vergangenen Jahr wurden vor den deutschen Küsten 73 neue Windräder in Betrieb genommen. Damit steigt die Gesamtzahl der Offshore-Windkraftanlagen in Deutschland auf über 1600 mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt. Laut Angaben des Bundesverbandes Windenergie (BWE) wird in den kommenden Jahren eine ähnliche Ausbaugeschwindigkeit erwartet. Ab dem Jahr 2028 soll der Ausbau weiter an Fahrt gewinnen, sodass bis Ende 2031 rund 30 Gigawatt installiert sein könnten. Dieses Ziel würde ein Jahr später als von der Bundesregierung ursprünglich vorgesehen erreicht. Dennoch geht der BWE davon aus, dass das gesetzlich festgelegte 40-Gigawatt-Ziel bereits 2034 und damit ein Jahr früher als geplant verwirklicht werden könnte.

Branchenverbände fordern von der neuen Bundesregierung langfristige Planungssicherheit, um Investitionen zu sichern und gleichzeitig die gesetzten Klimaziele einzuhalten. Bis zum Jahr 2045 sollen den aktuellen Regierungsplänen zufolge etwa 70 Gigawatt Offshore-Windenergie installiert sein. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, bedarf es nach Einschätzung der Branche vor allem einer besseren Flächenplanung. Die Mehrheit der Windparks befindet sich derzeit in der Nordsee, wo 7,4 Gigawatt Leistung installiert sind, während der Rest in der Ostsee aufgebaut wurde. Offshore-Windkraftwerke erzeugen rund fünf Prozent des gesamten Stromverbrauchs in Deutschland.

Im Vergleich zur Windenergie an Land bieten Offshore-Anlagen eine höhere Effizienz. Die Rotoren drehen sich an geeigneten Standorten fast die Hälfte des Jahres, was etwa 50 Prozent mehr Betriebszeit als an Land bedeutet. Zudem sind die Offshore-Anlagen größer, mit einer Nabenhöhe von bis zu 130 Metern und einem Rotordurchmesser von 180 Metern. Die Leistung einer solchen Anlage kann mit der eines Kernkraftwerksblocks verglichen werden, wobei Windenergieanlagen wetterabhängig arbeiten und nicht durchgehend Strom liefern können.

Der Bau von Offshore-Windparks ist für Energiekonzerne wirtschaftlich attraktiv. Unternehmen zahlen hohe Milliardenbeträge für die Rechte zum Bau und Betrieb neuer Windparks an den Staat. Die daraus erzielten Einnahmen fließen größtenteils in den Ausbau des Stromnetzes. Die kontinuierliche Entwicklung der Offshore-Windenergie ist ein entscheidender Bestandteil der Energiewende und der Bemühungen, die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen.

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