Ölpreise unter Druck durch schwache Nachfrage und Überangebot
Geopolitische Risiken und OPEC-Strategie könnten kurzfristige Preissteigerungen bewirken

Die Entwicklung der Ölpreise bleibt weiterhin begrenzt, da eine schwache Nachfrage und Sorgen um ein Überangebot anhalten. Eine Umfrage unter 41 Ökonomen und Analysten ergab, dass Brent-Rohöl im Jahr 2025 durchschnittlich 74,57 US-Dollar pro Barrel kosten wird. Dies stellt eine leichte Erhöhung gegenüber der vorherigen Prognose von 74,33 US-Dollar im Dezember dar und markiert die erste Aufwärtskorrektur der Schätzungen seit April des vergangenen Jahres.
Ein wesentlicher Einflussfaktor auf die Preisentwicklung ist die schleppende Nachfrage aus China. Zudem führt das steigende Ölangebot der USA und nicht-OPEC-Staaten dazu, dass der Brent-Preis im Jahr 2024 um mehr als drei Prozent gesunken ist. Die Prognosen für US-Rohöl deuten auf einen Durchschnittspreis von 70,40 US-Dollar pro Barrel im Jahr 2025 hin, verglichen mit einer vorherigen Schätzung von 70,86 US-Dollar im Vormonat.
Geopolitische Risiken könnten jedoch eine Untergrenze für die Preise bilden. Nach Einschätzung von Marktexperten dürften die jüngsten US-Sanktionen gegen russisches Rohöl kurzfristige Marktveränderungen und temporäre Preisanstiege bewirken. Trotz möglicher Verwerfungen wird der Ölmarkt voraussichtlich weiterhin von einem Angebotsüberschuss geprägt sein. Grund hierfür sind unter anderem Produktionssteigerungen der OPEC+ sowie ein wachsendes US-Ölfördervolumen.
Die Wirkung der US-Sanktionen auf den weltweiten Ölmarkt wird als spürbar, aber nicht entscheidend eingestuft. Experten gehen davon aus, dass sie Russland stärker treffen werden als die globalen Ölpreise. Gleichzeitig forderte der US-Präsident erneut die OPEC auf, die Ölpreise zu senken, um Russland wirtschaftlich zu schwächen und den Krieg in der Ukraine zu beeinflussen.
Analysten beobachten mit Spannung das nächste Ministertreffen der OPEC+ am 3. Februar, bei dem potenzielle Anpassungen der Produktionsmengen diskutiert werden könnten. Die Prognosen zur globalen Ölnachfrage im Jahr 2025 schwanken zwischen einem Wachstum von 700.000 bis 1,3 Millionen Barrel pro Tag.
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Zur AktienanalyseDie Möglichkeit einer erneuten Präsidentschaft von Donald Trump könnte ebenfalls Auswirkungen auf den Markt haben. Strengere Sanktionen gegen iranisches und venezolanisches Öl wären denkbar, was OPEC+ die Gelegenheit bieten würde, die Produktion zu erhöhen und damit das Gesamtangebot auszuweiten. Experten spekulieren zudem über eine mögliche Vereinbarung zwischen den USA, China und OPEC+, die sich auf die Energiepreise auswirken könnte.


