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Ölpreise steigen zum Jahresauftakt

Optimismus über Chinas Wirtschaft und US-Daten beeinflussen die Märkte

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Ölpreise steigen zum Jahresauftakt

Die Ölpreise stiegen am ersten Handelstag des neuen Jahres, getragen von optimistischen Erwartungen an Chinas Wirtschaft und einer möglichen steigenden Kraftstoffnachfrage. Chinas Präsident Xi Jinping hatte in seiner Neujahrsansprache eine wachstumsfördernde Politik angekündigt, was die Stimmung der Anleger zusätzlich beflügelte. Der Preis für Brent-Rohöl stieg bis 12:05 Uhr GMT um 1,04 US-Dollar, was einem Anstieg von 1,39 % entspricht, auf 75,68 US-Dollar pro Barrel. West Texas Intermediate legte um 1,02 US-Dollar bzw. 1,42 % auf 72,74 US-Dollar zu.

Ein kürzlich veröffentlichter Caixin/S&P Global Bericht zeigte, dass Chinas Fabrikaktivität im Dezember zwar wuchs, jedoch langsamer als erwartet. Dies folgte auf eine ähnliche Entwicklung in einem offiziellen Bericht vom Dienstag, der eine nahezu stagnierende Fertigungsaktivität dokumentierte. Besser lief es für den Dienstleistungs- und Bausektor, was darauf hindeutet, dass politische Stimuli in einigen Bereichen Wirkung zeigen. Analysten sehen schwächere Konjunkturdaten aus China als potenziellen Anreiz für Peking, das Stimulusprogramm auszuweiten, was sich positiv auf die Ölpreise auswirken könnte.

Ein Marktexperte von IG Markets wies darauf hin, dass geopolitische Risiken und wirtschaftspolitische Maßnahmen der kommenden US-Regierung ebenfalls Einfluss auf die Preisentwicklung nehmen. Die für Donnerstag geplante Veröffentlichung des ISM-Einkaufsmanagerindex für die USA wird als entscheidender Faktor für die zukünftige Entwicklung des Rohölmarktes angesehen.

Neben diesen Faktoren wird die Aufmerksamkeit der Anleger auf die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten der Energy Information Administration (EIA) gerichtet, die aufgrund der Feiertage verschoben wurden. Prognosen gehen davon aus, dass die Rohöl- und Destillatbestände in der letzten Woche gefallen sind, während die Benzinlagerbestände gestiegen sein könnten. Laut EIA-Daten erreichte die US-Nachfrage nach Öl im Oktober mit 21,01 Millionen Barrel pro Tag den höchsten Stand seit Beginn der COVID-19-Pandemie.

Gleichzeitig stieg die Rohölproduktion in den USA auf ein Rekordniveau von 13,46 Millionen Barrel pro Tag im Oktober. Dennoch könnten die Ölpreise im Jahr 2025 aufgrund schwacher chinesischer Nachfrage und steigender globaler Liefermengen unter Druck bleiben, trotz der Bemühungen der OPEC+, den Markt zu stabilisieren.

In Europa stellte Russland die Gaslieferungen über die Ukraine nach Ablauf eines Transitabkommens ein. Die Europäische Union hat im Vorfeld alternative Versorgungswege eingerichtet, während Ungarn weiterhin Gas über die TurkStream-Pipeline unter dem Schwarzen Meer bezieht.

ÖlÖlpreisChina

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