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Ölpreise steigen wegen Angebotsrisiken und Dollar

Iran-Konflikt, Waldbrände in Kanada und OPEC-Entscheidung treiben die Märkte an

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 Ölpreise steigen wegen Angebotsrisiken und Dollar

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen, da Sorgen über die Angebotslage sowie ein schwächerer US-Dollar die Märkte beeinflussten. Hintergrund ist unter anderem die bevorstehende Ablehnung eines US-Vorschlags durch den Iran im Atomstreit, was eine Lockerung der Sanktionen gegen das ölreiche Land unwahrscheinlicher macht. Zugleich sorgte ein rückläufiger Dollar für zusätzliche Unterstützung, da Rohstoffe in US-Währung für Käufer mit anderen Währungen günstiger werden.

Die Futures auf Brent-Rohöl legten um 12 Cent beziehungsweise 0,19 Prozent auf 64,75 US-Dollar je Barrel zu. Die US-Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 20 Cent oder 0,32 Prozent auf 62,72 Dollar pro Barrel. Zuvor war sie in der Sitzung bereits um etwa ein Prozent gestiegen. Bereits am Montag hatten die Preise um fast drei Prozent zugelegt, nachdem die jüngsten Förderentscheidungen der OPEC+ hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. Die Allianz aus der Organisation erdölexportierender Länder und verbündeten Staaten hatte beschlossen, die Produktion im Juli um 411.000 Barrel pro Tag zu erhöhen – das gleiche Maß wie in den beiden Vormonaten.

Marktteilnehmer hatten mit einer stärkeren Erhöhung gerechnet. Die tatsächliche Entscheidung wurde daher als weniger belastend für die Preise wahrgenommen, was zu einer Auflösung pessimistischer Marktpositionen führte. Gleichzeitig bleibt die geopolitische Lage angespannt. Ein iranischer Diplomat erklärte, Teheran werde den neuen Vorschlag der USA zur Beilegung des langjährigen Atomkonflikts ablehnen, da er die Interessen des Landes nicht berücksichtige und keine Änderung der US-Position in Bezug auf die Urananreicherung erkennen lasse. Sollte es zu keinem Durchbruch in den Verhandlungen kommen, würden die bestehenden Sanktionen weiter Bestand haben, was die Ölförderung des Landes einschränken dürfte.

Neben den politischen Unsicherheiten sorgen auch Naturereignisse für Unruhe am Markt. In der kanadischen Provinz Alberta führten Waldbrände zur vorübergehenden Stilllegung mehrerer Öl- und Gasproduktionsstätten. Nach Berechnungen von Reuters betrifft dies mehr als 344.000 Barrel pro Tag an Fördermenge aus Ölsanden, was rund sieben Prozent der gesamten kanadischen Rohölproduktion entspricht. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit, schwächerer US-Währung und Produktionsausfällen trug damit insgesamt zur aktuellen Preisentwicklung bei.

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