ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise steigen nach Trumps Russland-Ankündigung

Aussicht auf neue Sanktionen trifft auf höhere OPEC-Förderung und saisonale Nachfrageeffekte

Ölpreise steigen nach Trumps Russland-Ankündigung

Die Ölpreise haben sich am Freitag nach dem Rückgang vom Vortag wieder leicht erholt. Brent-Rohöl legte um 19 Cent auf 68,83 US-Dollar je Barrel zu, während US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 24 Cent auf 66,81 Dollar kletterte. Damit machten beide Sorten einen Teil der Verluste vom Donnerstag wett, als sie über zwei Prozent eingebüßt hatten. Hintergrund der damaligen Entwicklung war die Sorge der Anleger über mögliche wirtschaftliche Folgen von Änderungen in der US-Zollpolitik, die sich negativ auf das globale Wachstum und die Ölnachfrage auswirken könnten.

Für neue Impulse sorgte eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump. Er erklärte, er werde am Montag eine wichtige Mitteilung in Bezug auf Russland machen. Das weckt Spekulationen über mögliche neue Sanktionen gegen Moskau, einem der größten Ölproduzenten weltweit. Analysten der ING erklärten, dies könne die Märkte nervös machen und zumindest kurzfristig die Ölpreise stützen. Trumps Unzufriedenheit mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angesichts mangelnder Fortschritte im Ukraine-Konflikt sowie der anhaltenden Angriffe auf ukrainische Städte spielt dabei eine Rolle.

Zusätzliche Unterstützung für die Ölpreise kam aus verschiedenen Marktentwicklungen. Saisonale Nachfragezunahmen und eine angespannte Angebotslage wirkten preistreibend. Auch erneute Angriffe der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer wurden von Marktbeobachtern als preisstützend gewertet. Zudem plant Saudi-Arabien laut Marktanalysten, im August rund 51 Millionen Barrel Rohöl nach China zu liefern – der größte Einzeltransport seit mehr als zwei Jahren, was als Zeichen einer verbesserten Nachfrage interpretiert wird.

Gleichzeitig lasten jedoch andere Faktoren auf dem Markt. Die OPEC+ hatte sich am Samstag darauf verständigt, ihre Fördermengen im August um 548.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Analysten gehen davon aus, dass im September möglicherweise eine weitere Anhebung folgt, bevor es zu einer Pause kommt. Diese zusätzlichen Mengen könnten im vierten Quartal zu einem deutlichen Angebotsüberschuss führen und damit den Preisdruck wieder erhöhen.

Zudem senkte die OPEC ihre langfristigen Prognosen zur globalen Ölnachfrage. In ihrem jüngsten Ausblick geht das Kartell davon aus, dass der weltweite Bedarf 2026 im Schnitt bei 106,3 Millionen Barrel pro Tag liegen werde – deutlich weniger als die im Vorjahr prognostizierten 108 Millionen Barrel täglich. Hauptgrund für die Korrektur ist eine abnehmende Nachfrage in China.

ÖlÖlpreisRohölBrent Öl

Disclaimer