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Ölpreise steigen nach Annäherung zwischen USA und China

Handelsrahmen zwischen den größten Ölverbrauchern mildert Sorgen um globale Nachfrage

Ölpreise steigen nach Annäherung zwischen USA und China

Die Ölpreise sind am Montag gestiegen, nachdem Wirtschaftsvertreter der USA und Chinas einen Rahmen für ein Handelsabkommen entworfen haben. Diese Entwicklung hat die Sorge gemildert, dass gegenseitige Zölle und Exportbeschränkungen zwischen den beiden größten Ölverbrauchern der Welt das globale Wirtschaftswachstum bremsen könnten.

Die Nordseesorte Brent legte um 47 Cent beziehungsweise 0,71 % auf 66,41 US-Dollar je Barrel zu. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich um 44 Cent oder 0,72 % auf 61,94 US-Dollar. Bereits in der Vorwoche hatten beide Referenzsorten deutlich zugelegt – Brent um 8,9 % und WTI um 7,7 % –, nachdem neue US- und EU-Sanktionen gegen Russland in Kraft getreten waren.

Laut einer Analyse von Haitong Securities haben sich die Markterwartungen zuletzt verbessert. Neben den jüngsten Strafmaßnahmen gegen Russland habe vor allem die Entspannung im Verhältnis zwischen den USA und China zu einer positiveren Stimmung beigetragen. Diese Faktoren hätten die Befürchtungen über ein mögliches Überangebot an Rohöl abgeschwächt, das Anfang Oktober noch für sinkende Preise gesorgt hatte.

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Sonntag, dass Vertreter beider Länder einen „sehr substanziellen Rahmen“ für ein Handelsabkommen ausgearbeitet hätten. Dieses solle es Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping ermöglichen, in dieser Woche über eine vertiefte wirtschaftliche Zusammenarbeit zu sprechen. Der Rahmen sehe vor, dass geplante US-Zölle von 100 % auf chinesische Waren vermieden werden und China im Gegenzug die geplanten Exportbeschränkungen für seltene Erden aussetze.

Trump äußerte sich ebenfalls optimistisch und kündigte an, dass Treffen sowohl in China als auch in den Vereinigten Staaten – entweder in Washington oder in seinem Anwesen Mar-a-Lago – geplant seien. Er gehe davon aus, dass ein Abkommen mit Peking in Reichweite sei.

Marktbeobachter bewerten den Verhandlungsfortschritt als wichtigen Faktor, um die Risiken einer weiteren Angebotsausweitung durch Russland zu begrenzen. Analyst Tony Sycamore von IG Markets betonte, dass die Aussicht auf eine Stabilisierung des Handelsumfelds den jüngsten Preisauftrieb unterstützt habe. Sollte sich jedoch herausstellen, dass die Sanktionen gegen russische Energieexporte weniger wirksam seien als erwartet, könnten erneut Überangebotssorgen aufkommen, so Haitong-Analyst Yang An.

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