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Ölpreise steigen leicht nach Kurseinbruch

Hoffnung auf US-China-Gespräche trifft auf schwache Nachfrage und steigende Vorräte

Ölpreise steigen leicht nach Kurseinbruch

Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen, nachdem sie in der vorherigen Sitzung um mehr als einen US-Dollar gefallen waren. Als Hauptgrund für die leichte Erholung gelten Hoffnungen auf Fortschritte bei den anstehenden Handelsgesprächen zwischen den Vereinigten Staaten und China, den beiden weltweit größten Ölverbrauchern. Gegen 04:20 Uhr GMT notierten die Brent-Rohöl-Futures mit einem Plus von 51 Cent oder 0,8 Prozent bei 61,63 US-Dollar pro Barrel. Das US-amerikanische West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent beziehungsweise 1 Prozent auf 58,64 US-Dollar pro Barrel.

Die Aussicht auf eine mögliche Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China habe laut Analysten die Marktstimmung verbessert und den überverkauften Ölmarkt zu einer leichten Gegenbewegung veranlasst. Unabhängige Marktbeobachter betonten, dass die Hoffnung auf einen Durchbruch bei den Gesprächen die wichtigste Stütze für den jüngsten Preisanstieg darstelle. Der amerikanische Finanzminister Scott Bessent wird sich am 10. Mai in der Schweiz mit dem obersten Wirtschaftsvertreter Chinas treffen, um über eine Lösung im Handelsstreit zu verhandeln. Die wirtschaftlichen Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften haben Auswirkungen auf das globale Wachstum des Rohölverbrauchs.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Mittwoch, China habe die Gespräche initiiert. Er betonte jedoch, dass er nicht bereit sei, US-Zölle auf chinesische Waren im Gegenzug für Verhandlungen zu senken. Finanzminister Bessent machte deutlich, dass es sich bei dem Treffen lediglich um einen Einstieg in den Dialog handle, nicht um fortgeschrittene Verhandlungen.

Trotz der positiven Impulse durch die bevorstehenden Gespräche wurde der Preisanstieg durch anhaltende Sorgen um die Nachfrageentwicklung begrenzt. Die US-Notenbank hatte zwar den Leitzins unverändert belassen, gleichzeitig aber vor zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit gewarnt. Analysten wiesen darauf hin, dass ein starker US-Dollar die Rohstoffmärkte zusätzlich belaste, da Öl für Käufer mit anderen Währungen dadurch teurer werde.

Zudem führten höhere Benzinbestände in den USA zu Besorgnis unter Marktbeobachtern, da dies als Zeichen für eine schleppende Nachfrage gewertet wird. Die Vereinigten Staaten stehen kurz vor Beginn der sommerlichen Hauptverbrauchszeit für Kraftstoffe. Gleichzeitig plant das Bündnis aus der Organisation erdölexportierender Länder und verbündeten Staaten (OPEC+), seine Fördermengen zu erhöhen, was zusätzlichen Druck auf die Ölpreise ausübt.

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