Ölpreise steigen leicht durch Sanktionen-Unsicherheit
Markt beobachtet russische Lieferausfälle und sinkende US-Ölvorräte genau

Die Ölpreise stiegen leicht an, während der Markt die möglichen Auswirkungen von Sanktionen auf russische Öltanker beobachtete. Brent-Rohöl-Futures erhöhten sich um 29 Cent oder 0,36 Prozent auf 80,21 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für US-amerikanisches West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent oder 0,43 Prozent auf 77,83 US-Dollar pro Barrel.
Die Internationale Energieagentur (IEA) wies in ihrem monatlichen Ölmarktbericht darauf hin, dass die jüngsten US-Sanktionen gegen russisches Öl die Versorgung und Verteilung erheblich beeinträchtigen könnten. Allerdings bleibe unklar, wie groß die Auswirkungen auf den Ölmarkt und den Zugang zu russischem Öl tatsächlich sein werden. Laut Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei Saxo Bank, stützen Sorgen über mögliche Engpässe und der erwartete Rückgang der US-Ölvorräte die Preise. Hansen betonte, dass Tanker mit russischem Rohöl offenbar Schwierigkeiten hätten, ihre Ladungen weltweit abzuladen, was kurzfristig zu einer Verknappung führen könnte.
Ein entscheidender Faktor bleibt, wie viel russische Öllieferungen dem globalen Markt verloren gehen und inwiefern alternative Maßnahmen diesen Ausfall kompensieren können, so der Marktstratege Yeap Jun Rong von IG. Weitere Unterstützung erhielt der Markt durch einen Rückgang der US-amerikanischen Rohölbestände in der vergangenen Woche. Laut Angaben von Quellen des American Petroleum Institute (API) gingen diese um 2,6 Millionen Barrel zurück. Gleichzeitig stiegen jedoch die Benzinvorräte um 5,4 Millionen Barrel, während die Bestände an Destillaten um 4,88 Millionen Barrel zulegten.
Eine Umfrage von Reuters ergab, dass Analysten mit einem Rückgang der US-Rohölbestände um etwa eine Million Barrel für die Woche bis zum 10. Januar gerechnet hatten. Daten der US-Energieinformationsbehörde (EIA) zu den Vorräten werden für den Nachmittag erwartet. Die EIA korrigierte ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage im Jahr 2025 leicht nach unten auf 104,1 Millionen Barrel pro Tag. Gleichzeitig rechnet sie damit, dass das Angebot an Öl und flüssigen Kraftstoffen im selben Jahr durchschnittlich 104,4 Millionen Barrel pro Tag erreichen wird.
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Zur AktienanalyseFür die kommenden Jahre prognostiziert die EIA rückläufige Ölpreise. Brent-Rohöl soll demnach im Jahr 2025 durchschnittlich 74 US-Dollar pro Barrel kosten, was einem Rückgang von acht Prozent entspricht, und 2026 weiter auf 66 US-Dollar sinken. WTI-Öl wird für 2025 auf durchschnittlich 70 US-Dollar geschätzt, mit einem weiteren Rückgang auf 62 US-Dollar im Jahr 2026.


