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Ölpreise stagnieren nach US-Notenbankprognose

Zinssenkungen und schwächelnde Nachfrage belasten den Markt und stärken den Dollar

Ölpreise stagnieren nach US-Notenbankprognose

Die Ölpreise bewegten sich am Donnerstag kaum, nachdem die US-Notenbank signalisiert hatte, dass sie das Tempo der Zinssenkungen im Jahr 2025 verlangsamen würde. Diese Ankündigung könnte das Wirtschaftswachstum beeinträchtigen, die Nachfrage nach Treibstoff verringern und den US-Dollar stärken. Die Brent-Rohöl-Futures verzeichneten einen minimalen Rückgang um 3 Cent auf 73,36 USD pro Barrel, während US West Texas Intermediate (WTI) um 2 Cent auf 70,56 USD fiel. Trotz einer Erholung von früheren Rückgängen lagen die Preise unter dem Niveau vom Mittwoch, als sie aufgrund eines Rückgangs der US-Rohölbestände und einer erwarteten Zinssenkung der Fed um 25 Basispunkte gestiegen waren.

Die Schwäche der Preise setzte ein, nachdem die US-Notenbank ihre Prognosen für das Jahr 2025 bekannt gegeben hatte. Diese deuten auf zwei Zinssenkungen um jeweils einen Viertelpunkt hin, was einem Rückgang von einem halben Punkt gegenüber den im September angekündigten Plänen entspricht. Experten betonten, dass eine längere Zinspause der Fed den US-Dollar stärken könnte. Dies schafft Gegenwind für Rohstoffe wie Öl, da ein stärkerer Dollar diese teurer für Käufer außerhalb der USA macht.

Gleichzeitig könnten höhere Zinssätze das Wirtschaftswachstum bremsen und dadurch die Ölnachfrage reduzieren. Analysten zeigten sich skeptisch hinsichtlich eines ausgewogenen Verhältnisses von Angebot und Nachfrage im Jahr 2025. Laut Suvro Sarkar von der DBS Bank könnte das erwartete Nachfragewachstum von mehr als einer Million Barrel pro Tag (bpd) für 2025 überzogen sein. Selbst wenn die OPEC+ die Produktion weiterhin drosselt, könnte der Markt dennoch ein Überangebot verzeichnen.

Die Nachfrageentwicklung im Dezember blieb hinter den Erwartungen zurück. JP Morgan-Analysten stellten fest, dass das globale Nachfragewachstum für den Monat bisher um 700.000 bpd unter ihren Prognosen liegt. Für das gesamte Jahr 2024 verzeichnete die Nachfrage einen Zuwachs von 200.000 bpd weniger als in der Vorhersage vom November 2023 angenommen.

Die offiziellen Daten der US-Energiebehörde (EIA) zeigten, dass die Rohölbestände in der Woche bis zum 13. Dezember um 934.000 Barrel gesunken sind. Analysten hatten mit einem stärkeren Rückgang von 1,6 Millionen Barrel gerechnet. Dennoch fand der Markt Unterstützung durch einen Anstieg der US-Rohölexporte in der Vorwoche um 1,8 Millionen bpd auf insgesamt 4,89 Millionen bpd.

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