Ölpreise stabil vor Trumps politischen Entscheidungen
Markt wartet auf Sanktionserleichterungen und Maßnahmen zur Beendigung des Ukraine-Krieges

Die Ölpreise blieben am Montag stabil, während Marktteilnehmer auf Klarheit über die wirtschaftspolitischen Maßnahmen des designierten US-Präsidenten Donald Trump warteten. Insbesondere seine Pläne zur Beendigung des Russland-Ukraine-Krieges standen im Fokus der Investoren.
Der Preis für Brent-Rohöl-Futures fiel um 37 Cent oder 0,46 % auf 80,42 US-Dollar pro Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) notierte mit einem Rückgang von 24 Cent oder 0,31 % bei 77,64 US-Dollar. Der aktivere WTI-Märzkontrakt sank um 36 Cent auf 77,03 US-Dollar. Marktbeobachter verfolgten aufmerksam, welche präsidialen Erlasse Trump in den kommenden 24 Stunden unterzeichnen wird.
Analysten erwarteten, dass Trump energiebezogene Sanktionen gegen Russland lockern könnte, um eine Einigung zur Beendigung des Krieges in der Ukraine zu erzielen. Die Biden-Administration hatte zuvor mehr als 100 Tanker sowie zwei russische Ölproduzenten mit Sanktionen belegt. Dies führte dazu, dass wichtige Abnehmer wie China und Indien verstärkt nach kurzfristig verfügbaren Öllieferungen suchten. Gleichzeitig versuchten Händler russischen und iranischen Öls, nicht sanktionierte Schiffe für den Transport zu sichern.
Die verhängten US-Sanktionen könnten das russische Ölangebot kurzfristig um bis zu eine Million Barrel pro Tag reduzieren. Dennoch hielten Analysten es für möglich, dass die jüngsten Preissteigerungen nur von kurzer Dauer sein könnten, abhängig von den politischen Maßnahmen der neuen US-Regierung. Trump hatte angekündigt, den Russland-Ukraine-Krieg schnell beenden zu wollen, was unter anderem eine Lockerung der Sanktionen beinhalten könnte.
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Zur AktienanalyseZusätzlich dämpfte die Entspannung im Nahen Osten die Ölpreise. Am Sonntag tauschten Israel und die Hamas Geiseln und Gefangene aus, was den ersten Tag eines vereinbarten Waffenstillstands nach 15 Monaten Krieg markierte.


