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Ölpreise sinken nach Unsicherheit über Handelsgespräche

Schwache Nachfrage aus China und OPEC+-Förderpläne belasten den Markt zusätzlich

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Ölpreise sinken nach Unsicherheit über Handelsgespräche

Die Ölpreise sind im asiatischen Handel gesunken, da die Märkte auf das Ergebnis der Handelsgespräche zwischen den USA und China reagierten. Obwohl ein Rahmen zur Wiederherstellung des Handelsfriedens vereinbart wurde, steht die endgültige Bewertung durch US-Präsident Donald Trump noch aus. Die schwache Ölnachfrage aus China sowie die angekündigten Produktionsausweitungen der OPEC+ belasten zusätzlich die Stimmung an den Märkten.

Brent-Rohöl-Futures fielen um 19 Cent beziehungsweise 0,3 Prozent auf 66,68 US-Dollar pro Barrel. Der Preis für das US-amerikanische West Texas Intermediate sank um 16 Cent auf 64,82 US-Dollar. Analysten sehen die aktuelle Entwicklung als eine Kombination aus technischen Gewinnmitnahmen und Vorsicht im Vorfeld der offiziellen Bekanntgabe der Verhandlungsergebnisse.

US-Handelsminister Howard Lutnick erklärte, dass sich die Delegationen auf einen Rahmen zur Wiederaufnahme des Handelsfriedens geeinigt hätten. Ziel sei unter anderem die Aufhebung chinesischer Exportbeschränkungen für seltene Erden und Magnetmaterialien. Präsident Trump werde über die Ergebnisse informiert, bevor er seine Zustimmung erteile.

Einige Marktbeobachter erwarten, dass ein stabilisierter Handelsrahmen die wirtschaftlichen Risiken für beide Volkswirtschaften verringern und damit die Ölnachfrage stützen könnte. Gleichzeitig dürfte sich dies positiv auf die Preisentwicklung auswirken. Doch der Markt bleibt zunächst zurückhaltend, solange keine endgültigen Entscheidungen aus Washington vorliegen.

Auf der Angebotsseite plant die OPEC+, ihre Ölproduktion im Juli um 411.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Es wäre die vierte monatliche Produktionsausweitung in Folge. Analysten bezweifeln jedoch, dass die regionale Nachfrage ausreichend sein wird, um das zusätzliche Angebot vollständig aufzunehmen. Innerhalb der OPEC+-Staaten – insbesondere in Saudi-Arabien – könnte ein saisonaler Anstieg des Verbrauchs zwar unterstützend wirken, doch dieser Effekt wird voraussichtlich begrenzt sein.

Laut einer Reuters-Umfrage produzierten die OPEC+-Staaten im Mai täglich 26,75 Millionen Barrel, was dem fortgesetzten Abbau der zuvor beschlossenen Förderkürzungen entspricht. Marktteilnehmer richten ihren Blick nun auf den wöchentlichen Bericht der US-Energieinformationsbehörde. Erste Schätzungen deuten darauf hin, dass die US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um 370.000 Barrel zurückgegangen sind, wobei Analysten sogar mit einem Minus von 2 Millionen Barrel gerechnet hatten. Hingegen wird mit einem Anstieg der Lagerbestände bei Benzin und Destillaten gerechnet.

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