Ölpreise sinken nach neuer OPEC+-Ankündigung
Entspannung im Nahen Osten und schwache China-Daten dämpfen Markterwartungen weiter Ask ChatGPT

Die Ölpreise sind zum Wochenbeginn gesunken – ausgelöst durch die Aussicht auf eine weitere Produktionsausweitung der OPEC+ im August sowie durch die Entspannung geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Der Preis für Brent-Rohöl fiel um 13 Cent auf 67,64 US-Dollar pro Barrel, während der aktivere September-Kontrakt um 18 Cent auf 66,62 US-Dollar sank. Auch US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate verzeichnete einen Rückgang um 32 Cent auf 65,20 US-Dollar je Barrel.
Noch in der Vorwoche hatten Brent und WTI ihren stärksten wöchentlichen Rückgang seit März 2023 verzeichnet. Dennoch dürften beide Sorten den Juni mit einem Plus von über fünf Prozent abschließen und damit den zweiten Monat in Folge zulegen. Maßgeblich für die Schwankungen war ein Konflikt zwischen Israel und dem Iran, der am 13. Juni durch israelische Angriffe auf iranische Atomanlagen begonnen hatte. In der Folge stiegen die Preise für Brent-Rohöl zeitweise auf über 80 US-Dollar, bevor sie nach einer von US-Präsident Donald Trump verkündeten Waffenruhe zwischen den beiden Staaten auf rund 67 US-Dollar zurückfielen.
Der durch den Konflikt aufgebaute geopolitische Risikoaufschlag im Ölpreis wurde laut Analysten mittlerweile weitgehend abgebaut. Zusätzlich zur geopolitischen Entspannung sorgt die Erwartung eines weiteren Produktionsanstiegs innerhalb der OPEC+ für Druck auf die Märkte. Vier mit den Vorgängen vertraute Delegierte gaben an, dass das Bündnis plant, die Förderung im August um weitere 411.000 Barrel pro Tag zu erhöhen. Es wäre die fünfte monatliche Ausweitung der Förderung seit dem Beginn der schrittweisen Rücknahme von Produktionskürzungen im April.
Die nächste Sitzung der OPEC+ ist für den 6. Juli angesetzt. Marktbeobachter sehen trotz dieser Entwicklungen eine anhaltende Unsicherheit im Hinblick auf die weltweite Nachfrage, insbesondere aus China. Die dortige Industrieproduktion verzeichnete im Juni den dritten Monat in Folge einen Rückgang, belastet durch schwache Inlandsnachfrage und rückläufige Exporte im Kontext anhaltender Spannungen mit den USA.
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Zur AktienanalyseAuch in den Vereinigten Staaten deuten neue Daten auf eine mögliche Verlangsamung der Produktionsentwicklung hin. Die Zahl aktiver Ölbohranlagen sank laut dem Dienstleister Baker Hughes in der vergangenen Woche um sechs auf insgesamt 432 – den niedrigsten Stand seit Oktober 2021.

