Ölpreise im Aufwind
Die Rolle des Iran und Saudi-Arabiens in der aktuellen Ölpreisentwicklung

Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten haben die Ölpreise in die Höhe getrieben. Ein Barrel Brent-Öl erreichte zeitweise fast 89 Dollar, während der Preis der amerikanischen Sorte WTI ebenfalls stieg. Doch wie stark könnten die Ölpreise letztendlich steigen, und welche Faktoren könnten diesen Anstieg beeinflussen?
Die Parallelen zum Jom-Kippur-Krieg von 1973, der zu einer drastischen Ölpreiserhöhung führte, sind unverkennbar. Damals griffen Ägypten und Syrien Israel an, was zu einer arabischen Ölblockade führte. Der Ölpreis stieg innerhalb weniger Tage um 70 Prozent. Ob sich eine ähnliche Situation heute entwickelt, ist jedoch fraglich, da die geopolitische Lage anders ist.
Experten sind sich uneins über die genaue Preisentwicklung, aber einige prognostizieren einen Anstieg auf 90 bis 100 Dollar pro Barrel für Brent-Öl. Ein Anstieg von unter 20 Prozent im Vergleich zu den 70er-Jahren, aber es gibt zwei wichtige Risikofaktoren.
Der erste Faktor ist der Iran, der die Hamas finanziell unterstützt und möglicherweise in den aktuellen Konflikt involviert ist. Die US-Sanktionen gegen den Iran haben die Ölproduktion des Landes zunächst gedrosselt, aber zuletzt stiegen die Exporte wieder an. Ein schärferer Umgang mit den Sanktionen könnte den Ölmarkt weiter belasten.
Ein möglicher Konflikt zwischen den USA und dem Iran könnte auch die Passage von Frachtschiffen durch die Straße von Hormuz gefährden, eine wichtige Öltransportroute. Chinesische Ölraffinerien erwarten jedoch keine Unterbrechung der iranischen Öllieferungen, da die USA Inflationsrisiken vermeiden wollen.
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Zur AktienanalyseDer zweite Faktor ist Saudi-Arabien, das freiwillig die Ölförderung um eine Million Barrel pro Tag reduziert, was zu einer Unterversorgung des Ölmarktes führt. Die Beziehung zwischen Saudi-Arabien und Israel hat sich durch den Konflikt verschlechtert, was die Chancen einer vorzeitigen Aufhebung der Förderkürzungen verringert.


