ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Ölpreise fallen zweite Woche in Folge

OPEC+ erwägt Förderplus, Trumps Zölle sorgen für Unsicherheit

Ölpreise fallen zweite Woche in Folge

Die Ölpreise haben in der vergangenen Woche ihren zweiten Rückgang in Folge verzeichnet. Ausschlaggebend dafür waren die Erwartungen eines weiteren Produktionsanstiegs durch die OPEC+ im Juli sowie neue Unsicherheiten rund um die US-Handelspolitik. Der Preis für Brent-Rohöl fiel um 31 Cent beziehungsweise 0,48 Prozent auf 63,84 US-Dollar je Barrel. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) verlor ebenfalls 31 Cent oder 0,51 Prozent und notierte zuletzt bei 60,63 US-Dollar pro Barrel. Beide Kontrakte lagen damit im Wochenverlauf 1,5 Prozent im Minus.

Die Preisentwicklung wurde maßgeblich durch die Aussicht auf ein steigendes Angebot beeinflusst. Investoren rechneten mit einer weiteren Produktionsausweitung durch die Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und ihre Partner, bekannt als OPEC+, bei einem Treffen am Samstag. Laut einem Analysten von Westpac war die Grundlage für einen erneuten starken Produktionsanstieg gegeben, womöglich sogar über das zuletzt beschlossene Plus von 411.000 Barrel pro Tag hinaus.

Gleichzeitig weitete sich das weltweite Überangebot laut Analysten von JPMorgan auf rund 2,2 Millionen Barrel pro Tag aus. Dies könnte eine Preisanpassung notwendig machen, um eine Reaktion auf der Angebotsseite auszulösen und das Gleichgewicht wiederherzustellen. Die Analysten erwarten, dass sich die Ölpreise vorerst in der aktuellen Spanne bewegen und bis zum Jahresende in den hohen 50-Dollar-Bereich zurückgehen könnten.

In den USA sorgte eine Entscheidung eines Bundesberufungsgerichts für zusätzliche Unsicherheit. Es setzte am Donnerstag die vom Handelsgericht zuvor ausgesetzte Umsetzung weitreichender Zölle von Präsident Donald Trump wieder in Kraft. Diese Maßnahme hatte bereits zu einem Preisrückgang von über einem Prozent geführt. Analysten gehen davon aus, dass die Unsicherheit in Bezug auf den Handelsstreit weiterhin bestehen bleibt.

Seit der Ankündigung der sogenannten „Liberation Day“-Zölle am 2. April haben die Ölpreise insgesamt über zehn Prozent eingebüßt. Die anhaltenden handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China belasten auch die Nachfrage. Washington ordnete an, dass eine Vielzahl von Unternehmen bestimmte Güter – darunter Ethan und Butan – nicht mehr ohne Lizenz nach China exportieren dürfen. Bereits erteilte Genehmigungen wurden teilweise widerrufen.

Die globale Ölnachfrage verbesserte sich in der Vorwoche leicht. In den USA kam es über das Memorial-Day-Wochenende zu einem Anstieg des Verbrauchs. Dennoch liegt der monatliche Anstieg der weltweiten Nachfrage laut JPMorgan derzeit bei rund 400.000 Barrel pro Tag – etwa 250.000 Barrel unter den Erwartungen.

ÖlÖlpreisRohölBrent Öl

Disclaimer