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Ölpreise fallen durch gestiegene US-Lagerbestände

Libysche Ölexporte stabil, Unsicherheit über US-Zölle auf Kanada und Mexiko

Ölpreise fallen durch gestiegene US-Lagerbestände

Ölpreise sind am Mittwoch gesunken, nachdem sie in der vorherigen Sitzung noch Gewinne verzeichnet hatten. Der Rückgang wurde durch einen Anstieg der US-Rohölbestände sowie eine Entspannung der Sorgen um die libysche Ölversorgung verursacht. Allerdings wurde der Preisverfall durch mögliche US-Zölle auf kanadische und mexikanische Importe begrenzt. Die Brent-Rohöl-Futures fielen um 18 Cent oder 0,2 Prozent auf 77,31 US-Dollar pro Barrel, während die US-Rohöl-Futures um 15 Cent oder 0,2 Prozent auf 73,62 US-Dollar pro Barrel sanken.

Laut Marktexperten werden die Ölpreise sowohl durch die Nachfrage- als auch durch die Angebotsseite beeinflusst. Während die Märkte mit Nachfragerückgängen zu kämpfen haben, sorgt die Lockerung der Angebotslage ebenfalls für Druck auf die Preise. Insbesondere die energiepolitischen Pläne von US-Präsident Donald Trump stehen im Fokus. Trump hat nach seinem Amtsantritt mehrere Dekrete unterzeichnet, die den Genehmigungsprozess für Energieinfrastrukturprojekte erleichtern und die bereits rekordhohe Öl- und Gasförderung in den USA weiter ausbauen sollen. Marktteilnehmer warten auf weitere Klarstellungen zu den energiepolitischen Maßnahmen der neuen US-Regierung.

Daten des American Petroleum Institute (API) zeigten, dass die US-Rohöl- und Benzinbestände in der vergangenen Woche gestiegen sind, während die Destillatvorräte zurückgingen. Die offiziellen Lagerbestandszahlen der US-Energiebehörde (EIA) werden später veröffentlicht. Die Entwicklung der US-Ölvorräte wird von Händlern genau beobachtet, da sie wichtige Hinweise auf Angebot und Nachfrage liefern.

Auch die Lage in Libyen hat Einfluss auf die Ölpreise. Die Sorge um mögliche Lieferausfälle wurde durch eine Erklärung der staatlichen National Oil Corporation (NOC) gemildert. Diese gab an, dass die Ölexporte normal weiterlaufen, nachdem sie Gespräche mit Protestierenden geführt hatte, die zuvor ein Verladen von Öl in einem wichtigen Hafen blockieren wollten.

Zusätzlich zu diesen Entwicklungen bleibt die Unsicherheit über mögliche Zölle auf kanadische und mexikanische Ölimporte bestehen. Das Weiße Haus bekräftigte, dass Präsident Trump weiterhin plant, ab Samstag Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus diesen Ländern zu verhängen. Wie sich diese Maßnahme konkret auf den Ölhandel auswirken könnte, bleibt unklar. Kanada lieferte im Jahr 2023 täglich 3,9 Millionen Barrel Öl in die USA, was etwa der Hälfte der gesamten US-Importe entsprach. Mexiko steuerte im gleichen Zeitraum 733.000 Barrel pro Tag bei.

Vertreter Saudi-Arabiens und mehrerer anderer OPEC+-Länder führten Gespräche im Vorfeld eines Treffens der ölproduzierenden Staaten in der kommenden Woche. Diese Gespräche folgten auf Trumps Forderung nach niedrigeren Ölpreisen. In den letzten Tagen waren die Ölpreise bereits auf Mehrwochentiefs gefallen, nachdem Nachrichten über eine steigende Nachfrage nach kostengünstigen KI-Modellen eines chinesischen Start-ups zu Bedenken hinsichtlich des Energieverbrauchs für Rechenzentren geführt hatten. Schlechte Wirtschaftsdaten aus China belasteten zusätzlich die Aussichten für die globale Ölnachfrage.

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