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Ölpreis steigt leicht wegen Venezuela-Risiken

US-Exportverbot für Chevron trifft Markt, OPEC+ dämpft weitere Preisanstiege

 Ölpreis steigt leicht wegen Venezuela-Risiken

Die Ölpreise sind am Mittwoch leicht gestiegen, nachdem Investoren mögliche Risiken für das Angebot in den Blick genommen hatten. Hintergrund ist eine neue Genehmigung der US-Regierung, die es dem Ölkonzern Chevron erlaubt, seine Vermögenswerte in Venezuela zu behalten, jedoch kein Rohöl mehr aus dem südamerikanischen Land zu exportieren oder seine Aktivitäten dort auszubauen. Diese Maßnahme hat Auswirkungen auf den US-amerikanischen Raffineriesektor, der dadurch verstärkt auf Lieferungen aus dem Nahen Osten angewiesen sein dürfte.

Die Futures auf Brent-Rohöl stiegen um 25 Cent beziehungsweise 0,4 Prozent auf 64,34 US-Dollar pro Barrel. Die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate verteuerte sich um 24 Cent auf 61,13 US-Dollar pro Barrel. Die Exportbeschränkungen für Chevron stehen im Zusammenhang mit einem Strategiewechsel der Trump-Regierung. Bereits am 26. Februar war eine frühere Lizenz widerrufen worden, die es Chevron und anderen ausländischen Firmen erlaubt hatte, trotz bestehender Sanktionen in Venezuela tätig zu sein.

Diese Lizenzen hatten in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass die venezolanische Ölproduktion trotz internationaler Sanktionen leicht anstieg und zuletzt rund eine Million Barrel pro Tag erreichte. Nun droht mit dem Exportverbot ein erneuter Rückschlag für die venezolanischen Öllieferungen, insbesondere in Richtung der USA.

Allerdings bleibt das Preispotenzial für Rohöl aktuell begrenzt. Marktbeobachter rechnen damit, dass die OPEC+ in einem bevorstehenden Treffen über eine Ausweitung der Fördermengen beraten wird. Zwar sind bei dem am Mittwoch angesetzten Treffen keine konkreten Beschlüsse erwartet, doch eine Erhöhung der Produktion im Juli könnte am Samstag beschlossen werden, wenn sich acht Mitglieder der Allianz zu weiteren Gesprächen treffen.

Laut Einschätzungen von Marktanalysten könnte ein Überangebot in der zweiten Jahreshälfte die Preise zusätzlich unter Druck setzen. Neben der Förderpolitik der OPEC+ spielen dabei auch mangelnde Disziplin bei der Einhaltung der Produktionsquoten sowie handelspolitische Unsicherheiten unter der Trump-Regierung eine Rolle. Weitere Unterstützung für die Ölpreise kam zuletzt durch die Aussage von Präsident Trump, dass neue Sanktionen gegen Russland geprüft würden. Dies könnte zu Risiken für den globalen Energiefluss führen, insbesondere im Hinblick auf russische Öl- und Gasexporte.

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