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ÖPNV-Preiserhöhungen zum Jahreswechsel

Gründe und regionale Unterschiede: Wo die Fahrgäste tiefer in die Tasche greifen müsse

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ÖPNV-Preiserhöhungen zum Jahreswechsel

Im kommenden Jahr stehen für viele Menschen in Deutschland höhere Preise für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) an. Während die Preisanpassungen in München vergleichsweise moderat ausfallen, sehen sich Fahrgäste in einigen Regionen mit deutlichen Erhöhungen konfrontiert. Dies ergab eine Auswertung der Nachrichtenagentur dpa unter rund einem Dutzend Verkehrsverbünden, darunter der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB), der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und der Münchner Verkehrsverbund (MVV). Andere Verbünde haben bereits in diesem Jahr Preiserhöhungen vorgenommen, während einige weitere im Frühjahr darüber entscheiden wollen.

Die drastischsten Preissteigerungen finden sich im Augsburger Verkehrs- und Tarifverbund (AVV), wo die Tickets für Bus und Bahn ab dem 1. Januar im Durchschnitt um 12,7 Prozent teurer werden. Ein Einzelticket wird dann 1,90 Euro kosten. Obwohl dies im Vergleich zu anderen Gebieten günstig erscheinen mag, gestaltet sich ein direkter Tarifvergleich aufgrund der unterschiedlichen Größen der Verbünde und Verkehrsnetze schwierig.

Die Verkehrsverbünde begründen die Preiserhöhungen mit gestiegenen Kosten, insbesondere im Bereich Energie und Personal. Im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) in Nordrhein-Westfalen steigen die Fahrpreise im Schnitt um 10,4 Prozent, im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) um 9,4 Prozent. Im VRR wird das Einzelticket in der günstigsten Variante künftig 3,30 Euro kosten, während das teuerste Ticket 17,90 Euro kostet.

Auch in Berlin und Brandenburg steigen die Preise trotz einer erst vor acht Monaten erfolgten Preiserhöhung erneut um durchschnittlich 6,7 Prozent. Die Verantwortlichen verweisen auf gestiegene Kosten bei Personal, Kraftstoffen und Energie. Der Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) plant hingegen keine Preisanpassungen zum Jahreswechsel, sondern traditionell zum 1. August. Dennoch müssen auch sie sich langfristig mit den Herausforderungen der gestiegenen Kosten auseinandersetzen.

Im Großraumverkehr Hannover (GVH) steigen die Ticketpreise um durchschnittlich sieben Prozent zum 1. Januar, während der Verkehrs- und Tarifverbund München (MVV) mit durchschnittlich 4,3 Prozent moderatere Preiserhöhungen einführt. Der MVV betont, dass dies eine der niedrigsten Preissteigerungen im deutschen öffentlichen Verkehr in diesem Jahr sei. Um die gestiegenen Kosten auszugleichen, wären Tariferhöhungen von bis zu 10,8 Prozent erforderlich.

Der öffentliche Nahverkehr in Deutschland finanziert sich hauptsächlich aus den Regionalisierungsmitteln und den Einnahmen der Fahrgäste. Die Preise für Tickets sind somit die einzige Möglichkeit für die Verkehrsunternehmen, steigende Kosten auszugleichen. Die angekündigten Preiserhöhungen betreffen lediglich die Tarifangebote der Verbünde, während der Preis des Deutschlandtickets vorerst unverändert bei 49 Euro pro Monat bleibt. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob auch dort in Zukunft eine Preiserhöhung eintreten wird.

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