Nvidia-Zahlen drücken asiatische Märkte
Chinesische Börsen und Bankensektor ebenfalls betroffen

Die Quartalszahlen des Chip-Herstellers Nvidia haben am Donnerstag die Stimmung an den asiatischen Finanzmärkten gedrückt. Der Nikkei-Index in Japan zeigte sich kaum verändert bei 38.362 Punkten, und auch der breiter gefasste Topix bewegte sich nicht nennenswert. Die Reaktion auf die Zahlen von Nvidia fiel besonders negativ aus, nachdem die Aktie des Unternehmens im nachbörslichen US-Handel zeitweise um mehr als sieben Prozent gefallen war. Dies ist insbesondere auf den enttäuschenden Ausblick zurückzuführen, der die hohen Erwartungen der Anleger nicht erfüllen konnte.
Trotz Rekordumsätzen bei Nvidia, die Aktien des Unternehmens hatten sich seit Jahresbeginn um etwa 150 Prozent verteuert, vermochte der Ausblick nicht zu überzeugen. Analysten wie Tony Sycamore von IG wiesen darauf hin, dass Nvidia möglicherweise unter dem Druck des eigenen Erfolgs leidet. Die starke Kursentwicklung in diesem Jahr könnte die Erwartungen so hoch geschraubt haben, dass die tatsächlichen Ergebnisse nicht mehr ausreichten, um die Anleger zu befriedigen.
Die negative Stimmung setzte sich auch in anderen asiatischen Märkten fort. In China fiel der Shanghai Composite um 0,4 Prozent, während der CSI 300 knapp im Minus lag. Besonders belastend wirkten sich enttäuschende Unternehmenszahlen und allgemeine Konjunktursorgen aus. Der Bankensektor stand unter Druck, was sich in einem Rückgang des Branchenindex um 1,7 Prozent widerspiegelte. Ein markantes Beispiel war die Xiamen Bank, deren Netto-Gewinn im ersten Halbjahr um 15 Prozent sank und deren Aktien um rund sieben Prozent nachgaben.
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Zur AktienanalyseZusätzlich belasteten die Märkte die Prognosensenkung der Schweizer Großbank UBS für das BIP-Wachstum Chinas auf 4,6 Prozent für 2024. Diese Anpassung resultiert aus der Einschätzung, dass die schwächere Immobilienaktivität die Gesamtwirtschaft stärker beeinträchtigen wird als zuvor angenommen. Die Anleger richten nun ihren Fokus auf die bevorstehenden US-Arbeitslosenzahlen, die für die US-Notenbank von hoher Bedeutung sind, sowie auf die Inflationsdaten aus Deutschland und Spanien, um mögliche Hinweise auf zukünftige Zinssenkungen zu erhalten.


