Nvidia verzeichnet Milliardenumsatz in China
Verkauf von H20-Chips trotz US-Exportbeschränkungen und Konkurrenz durch Huawei erfolgreich

Nvidia steht vor einem bedeutenden Geschäft in China, das Milliarden Dollar einbringen könnte. Das US-amerikanische Technologieunternehmen plant, in den kommenden Monaten KI-Chips im Wert von geschätzten zwölf Milliarden Dollar in die Volksrepublik zu exportieren. Laut einem Bericht der „Financial Times“ (FT) soll Nvidia mehr als eine Million seiner neuen H20-Chips nach China liefern. Jeder dieser Chips kostet zwischen 12.000 und 13.000 Dollar, was zu einem voraussichtlichen Umsatz führen würde, der die bisherigen Einnahmen des Unternehmens in China übertrifft. Im Geschäftsjahr 2024 erzielte Nvidia dort insgesamt 10,3 Milliarden Dollar. Neben KI-Chips verkauft das Unternehmen auch Grafikchips für Gamer-PCs und andere Produkte.
Interessanterweise fallen die H20-Chips nach Einschätzung von Beobachtern nicht unter die aktuellen US-Restriktionen für den Verkauf von KI-Chips. Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden befürchtet, dass China diese leistungsstarken Chips zur Entwicklung von militärischen KI-Systemen nutzen könnte. Trotz dieser Bedenken scheinen die H20-Chips den Exportbeschränkungen nicht zu unterliegen, was Nvidia einen erheblichen Vorteil auf dem chinesischen Markt verschafft.
Seit die Biden-Administration im Jahr 2022 erstmals Beschränkungen für den Verkauf der leistungsstärksten Chips von Nvidia nach China eingeführt hat, warnt das Unternehmen vor den Auswirkungen auf sein Geschäft in der Volksrepublik. Insbesondere lokale Cloud-Computing-Anbieter und KI-Start-ups greifen als Folge vermehrt auf chinesische Anbieter wie Huawei zurück. Nvidia-CEO Jensen Huang erklärte im Mai, dass die Geschäfte in China seit den Exportkontrollen deutlich schlechter laufen und der Wettbewerb erheblich härter geworden sei.
Vor Einführung der Exportkontrollen machte der chinesische Markt mehr als ein Viertel des Gesamtumsatzes von Nvidia aus. Analysten gehen jedoch davon aus, dass dieser Anteil in diesem Jahr auf etwa zehn Prozent sinken wird, selbst wenn sich die H20-Chips gut verkaufen. Trotz dieser Herausforderungen könnte der geplante Verkauf von über einer Million H20-Chips Nvidia einen bedeutenden Umsatzschub verschaffen und dem Unternehmen helfen, seine Position auf dem chinesischen Markt zu stärken.
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Zur AktienanalyseMit dem geplanten Verkauf übertrifft Nvidia seinen chinesischen Konkurrenten Huawei, der voraussichtlich nur halb so viele Exemplare seines Konkurrenzprodukts Ascend 910B verkaufen wird. Diese Einschätzung stammt vom Chip-Beratungsunternehmen SemiAnalysis. Dieser Wettbewerbsvorteil könnte Nvidia dabei helfen, seine Position auf dem hart umkämpften Markt für KI-Chips in China weiter auszubauen und sich gegenüber der lokalen Konkurrenz zu behaupten.


