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Nvidia-CEO: Halbleiterindustrie könnte auf 7,9 Billionen Dollar wachsen

Jensen Huang prognostiziert eine Verzehnfachung der Halbleiterbranche – zwei Aktien könnten besonders profitieren.

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Nvidia-CEO: Halbleiterindustrie könnte auf 7,9 Billionen Dollar wachsen

Jensen Huang, CEO von Nvidia (NVDA), hat eine bemerkenswerte Prognose abgegeben: Die Halbleiterindustrie könnte in den nächsten zehn Jahren auf rund 7,9 Billionen US-Dollar anwachsen. In einem Bloomberg-Interview erklärte Huang, die Branche müsse „etwa zehnmal größer sein als heute", um den bevorstehenden Boom bei agentenbasierter KI zu unterstützen. Aktuell wird die Halbleiterindustrie auf rund 791,7 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Der Hintergrund dieser Aussage ist der Aufstieg sogenannter KI-Agenten – selbstgesteuerter Systeme, die autonom Aufgaben ausführen, auf Ziele hinarbeiten und Unternehmen zu erheblichen Produktivitätssteigerungen verhelfen können. Huang geht davon aus, dass wir irgendwann Milliarden solcher KI-Agenten haben werden. Diese Entwicklung würde eine massive Ausweitung der Halbleiterkapazitäten erfordern.

Für Anleger stellt sich die Frage: Welche Unternehmen könnten von diesem Megatrend am stärksten profitieren? Zwei Aktien stechen dabei besonders hervor: Nvidia selbst und der Speicherchiphersteller Micron Technology (MU).

Nvidia: Mehr als nur ein GPU-Unternehmen

Nvidia bleibt der unangefochtene Marktführer im Bereich der Grafikprozessoren (GPUs). Die jüngsten Finanzergebnisse unterstreichen die anhaltend starke Nachfrage nach seinen Produkten. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027, das am 26. April endete, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 85 Prozent auf 81,6 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomargen verbesserten sich auf 74,9 Prozent, gegenüber 60,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte um 140 Prozent auf 1,87 US-Dollar zu.

Besonders bedeutsam ist Nvidias neue Vera-Rubin-Architektur, die eine eigenständige Vera-CPU enthält. Da agentenbasierte KI-Systeme auf CPUs laufen, erschließt sich Nvidia damit einen weiteren Wachstumsmarkt. Das Unternehmen prognostiziert bis Ende 2026 einen CPU-Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar und sieht in dieser Nische allein einen adressierbaren Markt von 200 Milliarden US-Dollar. Zudem erwartet Nvidia bis 2027 Aufträge im Wert von einer Billion US-Dollar für seine Blackwell- und Vera-Rubin-Architekturen.

Nvidia ist damit längst nicht mehr nur ein Chip-Hersteller. Das Unternehmen baut auch die Systeme, die Software und die Netzwerke, die KI antreiben – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Bewertet wird die Aktie derzeit mit dem 22,9-fachen des erwarteten Gewinns, verglichen mit einem Durchschnitt von 20 für Informationstechnologie-Aktien – eine angesichts der Marktstellung faire Bewertung.

Micron Technology: Günstig bewertet trotz Rekordwachstum

Micron Technology stellt Speicherchips her, die in Smartphones, Rechenzentren und zahlreichen weiteren Anwendungen zum Einsatz kommen. Das Rechenzentrumsgeschäft war zuletzt der größte Wachstumstreiber. Ein anhaltender Mangel an Speicherchips hat dem Unternehmen erhebliche Preismacht verliehen und die Finanzergebnisse in die Höhe getrieben.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 28. Mai endete, erzielte Micron einen Umsatz von 41,46 Milliarden US-Dollar – ein Wachstum von fast 346 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 25,11 US-Dollar lag sogar rund 1.215 Prozent über dem Vorjahreswert. Samsungs Einschätzung, dass der Speicherchip-Mangel mindestens bis 2028 anhalten wird, stützt die Aussichten für Micron zusätzlich.

Trotz dieser beeindruckenden Zahlen erlebt die Aktie derzeit einen Rücksetzer: Im vergangenen Monat verlor sie rund 15 Prozent, da viele Anleger Gewinne mitnahmen. Für langfristig orientierte Investoren könnte dies jedoch eine Einstiegsgelegenheit darstellen. Micron wird aktuell lediglich mit dem 5,3-fachen des erwarteten Gewinns bewertet – ein niedriger Wert angesichts des starken Wachstums. Zusätzlich hat das Unternehmen mehrere langfristige Lieferverträge abgeschlossen, die es vor einem starken Umsatzeinbruch schützen, sollte sich die Nachfrage abschwächen.

Sollten Huangs Prognosen auch nur annähernd zutreffen und die KI-Branche ihre Dynamik beibehalten, könnten beide Aktien langfristig erhebliche Renditen für Anleger erzielen. Besonders Micron erscheint bei aktuellen Kursniveaus als interessante Option für geduldige Investoren.

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