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Nutrien verfehlt Gewinnerwartungen trotz höherer Düngemittelpreise

Geringere Absatzmengen bei Kali und Stickstoff belasten den weltgrößten Kaliproduzenten im zweiten Quartal trotz stabiler Preise.

Nutrien verfehlt Gewinnerwartungen trotz höherer Düngemittelpreise

Der weltgrößte Kaliproduzent Nutrien hat im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt. Das in Saskatoon, Kanada, ansässige Unternehmen meldete einen bereinigten Gewinn von 2,61 US-Dollar je Aktie – und lag damit unter den von LSEG erhobenen Analystenschätzungen von 2,71 US-Dollar. Die in den USA notierten Aktien des Unternehmens gaben nachbörslich um 1 Prozent nach.

Hauptursache für das enttäuschende Ergebnis waren rückläufige Absatzmengen in den Segmenten Kali und Stickstoff. Die vierteljährlichen Stickstoff-Absatzmengen sanken deutlich um 25,3 Prozent auf 2,25 Millionen Tonnen, während die Kali-Absatzmengen um 1,2 Prozent auf 3,94 Millionen Tonnen zurückgingen. Damit wurden die Vorteile höherer Düngemittelpreise weitgehend zunichtegemacht.

Düngemittelhersteller profitieren in diesem Jahr zwar von stabileren Nährstoffpreisen, doch die Ergebnisse bleiben anfällig für Schwankungen bei den Versandmengen. Diese spiegeln die Nachfrage der Landwirte sowie die saisonalen Ausbringungsaktivitäten wider – Faktoren, die sich kurzfristig kaum steuern lassen.

Umsatz wächst trotz Volumenrückgang

Trotz der Mengenrückgänge konnte Nutrien beim Umsatz zulegen. Der gesamte Nettoumsatz stieg um 4 Prozent auf 10,81 Milliarden US-Dollar, gestützt durch eine robuste Kalinachfrage sowie Stickstoff- und Phosphatpreise, die über dem Vorjahresniveau lagen. Der Nettoumsatz im Kalisegment kletterte um 6 Prozent auf 1,05 Milliarden US-Dollar, der Phosphatumsatz legte sogar um 18 Prozent auf 468 Millionen US-Dollar zu.

Im Stickstoffsegment hingegen ging der Nettoumsatz aufgrund der geringeren Volumina um 3 Prozent zurück. Zusätzlich belasteten höhere Kosten im Zusammenhang mit einer kontrollierten Stilllegung von Anlagen in Trinidad die Rentabilität des Segments spürbar.

Die Preise für Harnstoff und Ammoniak – zwei wichtige Stickstoffdünger – sind seit dem Ausbruch des Konflikts zwischen den USA und dem Iran stark gestiegen. Dies stützte zwar die Erlöse je Tonne, konnte den Volumenrückgang aber nicht vollständig kompensieren.

Ausblick: Märkte bleiben angespannt

Für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet Nutrien anhaltend angespannte globale Stickstoffmärkte. Als Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen Handelsstörungen, Produktionsausfälle, erhöhte Energiepreise sowie eine starke Importnachfrage aus Indien und Brasilien – zwei der weltweit größten Agrarmärkte.

Auch der globale Phosphatmarkt steht unter Druck. Störungen der Handelsströme, eine begrenzte Verfügbarkeit von Schwefel-Rohstoffen und erhöhte Kosten belasten die Margen der Phosphatproduzenten und senken die weltweiten Auslastungsraten, wie Nutrien mitteilte.

Beim Kali-Absatzvolumen passte das Unternehmen seine Jahresprognose leicht an: Das untere Ende der Spanne wurde von 14,1 Millionen Tonnen auf 14,2 Millionen Tonnen angehoben, während das obere Ende unverändert bei 14,8 Millionen Tonnen belassen wurde. Dies signalisiert eine vorsichtig optimistischere Einschätzung der Nachfrageentwicklung im weiteren Jahresverlauf.

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