ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Novo Nordisk und OpenAI kooperieren zur Beschleunigung der Medikamentenentwicklung

Der dänische Pharmakonzern setzt auf KI-Technologie, um im hart umkämpften Markt für Abnehmpräparate aufzuholen.

Novo Nordisk und OpenAI kooperieren zur Beschleunigung der Medikamentenentwicklung

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat am Dienstag eine strategische Partnerschaft mit OpenAI bekanntgegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist der umfassende Einsatz künstlicher Intelligenz – von der Wirkstoffforschung über die Produktion bis hin zum kommerziellen Betrieb. Novo Nordisk, bekannt als Hersteller der Abnehmpräparate Wegovy und Ozempic, steht unter wachsendem Wettbewerbsdruck und sucht nach neuen Wegen, um gegenüber dem US-Rivalen Eli Lilly aufzuholen.

Die Partnerschaft soll die Technologie von OpenAI nutzen, um komplexe Datensätze zu analysieren und vielversprechende Wirkstoffkandidaten zu identifizieren. Darüber hinaus soll KI die Effizienz in Produktion, Lieferketten, Vertrieb und Unternehmensabläufen verbessern. Pilotprogramme in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Produktion und kommerzieller Betrieb sollen zeitnah starten, eine vollständige Integration ist bis Ende 2026 geplant.

Milliardenschwerer Markt für Abnehmpräparate

Der Hintergrund der Partnerschaft ist der rasant wachsende Markt für Adipositas-Medikamente. Analysten erwarten, dass der jährliche Umsatz mit Abnehmpräparaten im nächsten Jahrzehnt die Marke von 100 Milliarden US-Dollar übersteigen wird. Novo Nordisk ist in diesem Markt zuletzt hinter Eli Lilly zurückgefallen: Das in Indianapolis ansässige Unternehmen erhielt diesen Monat die US-Zulassung für seine Abnehmpille Foundayo, nachdem Novo im Januar die orale Version von Wegovy auf den US-Markt gebracht hatte.

Arzneimittelhersteller setzen branchenweit zunehmend auf KI, um zeitaufwendige Teile der Medikamentenentwicklung zu rationalisieren. Dazu zählen etwa die Suche nach Teilnehmern für klinische Studien, die Auswahl geeigneter Studienstandorte sowie die Erstellung von Zulassungsunterlagen. Branchenexperten weisen jedoch darauf hin, dass die Technologie die schwierigere Aufgabe, bedeutende neue Moleküle zu entdecken, noch nicht vollständig bewältigt hat.

CEO: „Nicht Ersatz, sondern Leistungssteigerung"

Novo-Nordisk-CEO Mike Doustdar betonte, dass die Partnerschaft nicht auf einen Stellenabbau abziele. „Das Ziel ist hier nicht, unsere Wissenschaftler zu ersetzen. Es geht darum, ihre Leistungsfähigkeit massiv zu steigern", sagte Doustdar in einem Interview. Die Zusammenarbeit solle die Produktivität steigern und das Tempo künftiger Neueinstellungen drosseln – nicht die bestehende Belegschaft reduzieren.

Doustdar hatte kurz nach seinem Amtsantritt als CEO im vergangenen Jahr eine umfangreiche Umstrukturierung angekündigt, im Zuge derer 9.000 Stellen gestrichen wurden. Die neue KI-Partnerschaft fügt sich in diese Neuausrichtung des Unternehmens ein, das effizienter und wettbewerbsfähiger werden will.

OpenAI-CEO Sam Altman äußerte sich ebenfalls zur Kooperation: „KI gestaltet Branchen neu, und in den Biowissenschaften kann sie Menschen helfen, ein besseres und längeres Leben zu führen. Diese Zusammenarbeit mit Novo Nordisk wird dem Unternehmen helfen, wissenschaftliche Entdeckungen zu beschleunigen, globale Abläufe intelligenter zu gestalten und die Zukunft der Patientenversorgung neu zu definieren."

Datenschutz und menschliche Aufsicht garantiert

Novo Nordisk betonte, dass die Partnerschaft strengen Datenschutz- und Governance-Anforderungen unterliege und eine menschliche Aufsicht gewährleistet sei. Die Zusammenarbeit mit OpenAI baue zudem auf bestehenden KI-Initiativen mit anderen Technologiepartnern und Forschungsorganisationen auf. OpenAI soll außerdem dabei helfen, die weltweite Belegschaft von Novo Nordisk zu schulen, um die KI-Kompetenz zu erhöhen und die Produktivität in allen Abteilungen zu steigern. Finanzielle Details zur Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben.

Novo NordiskOpenaiKünstliche IntelligenzWegovyAbnehmpräparateMedikamentenentwicklungEli LillyPharma Ki

Disclaimer