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Novo Nordisk senkt Jahresprognose unter neuem CEO

Dänischer Pharmakonzern rechnet mit schwächerem Wachstum bei GLP-1-Behandlungen im Konkurrenzdruck

Novo Nordisk senkt Jahresprognose unter neuem CEO

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Es ist die erste größere Ankündigung des neuen Vorstandsvorsitzenden Mike Doustdar, der das Unternehmen im August übernommen hat. Doustdar begründete die Anpassung mit niedrigeren Wachstumserwartungen für die GLP-1-Behandlungen, zu denen auch das bekannte Adipositasmedikament Wegovy gehört. Das Unternehmen befindet sich derzeit in einer umfassenden Umstrukturierung, um im zunehmend umkämpften Markt für Adipositasmedikamente verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Novo Nordisk rechnet nun mit einem Anstieg des operativen Gewinns – in lokalen Währungen gemessen – zwischen 4 % und 7 % für das Jahr 2025. Zuvor hatte das Unternehmen ein Wachstum zwischen 10 % und 16 % erwartet. Auch die Prognose für den Umsatz wurde leicht angepasst: Das Management geht von einem Zuwachs zwischen 8 % und 11 % aus, nach zuvor prognostizierten 8 % bis 14 %. Die Zahlen spiegeln die zunehmenden Herausforderungen wider, mit denen der Konzern angesichts wachsender Konkurrenz von Herstellern wie Eli Lilly und Nachahmerprodukten konfrontiert ist.

Im dritten Quartal erzielte Novo Nordisk einen Umsatz von 75 Milliarden dänischen Kronen, was rund 11,71 Milliarden US-Dollar entspricht. Damit blieb das Ergebnis leicht unter den Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt 76,2 Milliarden Kronen prognostiziert hatten. In lokalen Währungen legte der Umsatz um 11 % zu, was jedoch deutlich weniger ist als in den Vorjahren, als zweistellige Wachstumsraten den Konzern zur wertvollsten Firma Europas aufsteigen ließen.

Die Verlangsamung des Wachstums hat die Unternehmensführung dazu veranlasst, strukturelle Veränderungen voranzutreiben. Diese sollen es Novo Nordisk ermöglichen, in dynamischen Märkten flexibler und wettbewerbsfähiger zu agieren. Doustdar betonte, dass das Unternehmen auf allen Ebenen beschleunigen wolle, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Der Druck auf den Pharmakonzern ist in den letzten Monaten gewachsen, da Konkurrenten mit ähnlichen Produkten auf den Markt drängen und die Nachfrage nach Wegovy nicht mehr im gleichen Tempo zunimmt wie zuvor.

Novo Nordisk sieht sich damit an einem Wendepunkt. Nach Jahren rasanter Expansion in der Sparte der Adipositasbehandlungen steht der Konzern vor der Herausforderung, seine Marktführerschaft in einem Umfeld wachsender Konkurrenz zu behaupten, während gleichzeitig die Erwartungen an Umsatz- und Gewinnentwicklung sinken.

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