ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Novartis erwartet 2026 Gewinnrückgang durch Generika-Konkurrenz bei Entresto

Schweizer Pharmakonzern rechnet mit niedrig einstelligem Minus beim operativen Ergebnis durch Patentabläufe.

Novartis erwartet 2026 Gewinnrückgang durch Generika-Konkurrenz bei Entresto

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis rechnet für 2026 mit einem Rückgang des operativen Gewinns im niedrig einstelligen Prozentbereich. Hauptgrund ist die zunehmende Konkurrenz durch günstigere Generika-Versionen etablierter Medikamente, insbesondere beim Herzinsuffizienz-Medikament Entresto. Das Unternehmen gab die Prognose am Mittwoch bekannt.

Im vierten Quartal 2024 konnte Novartis dennoch ein Plus verzeichnen. Der bereinigte operative Gewinn stieg um 1 Prozent auf 4,92 Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen von rund 4,9 Milliarden Dollar. Wachstumstreiber waren vor allem drei Schlüsselmedikamente: das Brustkrebsmittel Kisqali, das Multiple-Sklerose-Präparat Kesimpta und das Psoriasis-Medikament Cosentyx.

Die kommenden Jahre werden für Novartis zur Herausforderung. Mehrere Blockbuster-Medikamente verlieren ihren Patentschutz, darunter neben Entresto auch die Allergiespritze Xolair und Cosentyx. Sobald Patente auslaufen, können andere Hersteller günstigere Nachahmerprodukte auf den Markt bringen, was typischerweise zu deutlichen Umsatzeinbußen beim Originalpräparat führt.

Milliarden-Offensive gegen Patentablauf

Novartis setzt auf eine umfassende Strategie, um die drohenden Umsatzverluste zu kompensieren. Im vergangenen Jahr investierte der Konzern 30 Milliarden Dollar in Akquisitionen und Lizenzierungsvereinbarungen. Besonders große Hoffnungen ruhen auf den Krebsmedikamenten Kisqali und Scemblix, die beide zweistellige Wachstumsraten aufweisen.

Kisqali hat sich zum wichtigsten Wachstumsmotor entwickelt und wird zunehmend als Standardtherapie bei bestimmten Brustkrebsformen eingesetzt. Scemblix, ein Medikament gegen chronische myeloische Leukämie, zeigt ebenfalls vielversprechende Zuwachsraten. Mit diesen beiden Präparaten will Novartis die Lücke schließen, die durch den Patentablauf der älteren Blockbuster entsteht.

Für Anleger bedeutet die Prognose eine Phase der Transformation. Während etablierte Umsatzbringer an Bedeutung verlieren, muss das neue Portfolio seine Leistungsfähigkeit erst noch unter Beweis stellen. Die nächsten zwei Jahre werden zeigen, ob die Milliarden-Investitionen die gewünschten Erträge bringen.

NovartisGewinnprognose 2026Entresto GenerikaKisqaliPharma Patentablauf

Disclaimer