Novartis-CEO: US-Zollschutz durch Milliarden-Investition
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis könnte dank einer milliardenschweren Produktionsinvestition in den USA vor den angekündigten Zöllen von Präsident Trump geschützt sein. CEO Vas Narasimhan äußerte sich optimistisch beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Der CEO des Schweizer Pharmariesen Novartis, Vas Narasimhan, hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärt, dass das Unternehmen möglicherweise durch eine Vereinbarung mit den USA vor den angekündigten Zöllen geschützt ist. Die im vergangenen Jahr angekündigte Investition in die US-Produktion in Höhe von 23 Milliarden Dollar könnte dabei als Schutzwall gegen die geplanten Abgaben dienen.
Trump kündigt drastische Zollerhöhungen an
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, ab dem 1. Februar Zölle in Höhe von 10 Prozent auf mehrere europäische Länder zu erheben, darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande und die skandinavischen Staaten. Diese Maßnahme steht im Zusammenhang mit Trumps Bestrebungen, das autonome dänische Territorium Grönland zu erwerben. Ab dem 1. Juni sollen die Zölle sogar auf 25 Prozent steigen.
Pharmasektor besonders betroffen
Der europäische Pharmasektor könnte von diesen Zollplänen am härtesten getroffen werden. Medikamente und verwandte Produkte gehören zu den wichtigsten Exportgütern der EU in die Vereinigten Staaten. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres beliefen sich die EU-Exporte von Pharmaprodukten in die USA auf beachtliche 84,4 Milliarden Euro, umgerechnet etwa 98,1 Milliarden Dollar.
Novartis-Aktie zeigt sich stabil
Die in Zürich notierten Aktien von Novartis hatten erst vergangene Woche Mittwoch mit 116,06 Dollar pro Aktie neue Rekordhöhen erreicht. Am Montag, dem ersten Handelstag nach der Zoll-Ankündigung, zeigte sich die Aktie unbeeindruckt und notierte unverändert. Dies deutet darauf hin, dass Investoren die mögliche Schutzvereinbarung bereits eingepreist haben könnten.
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Zur AktienanalyseStrategische Investition als Absicherung
Die massive Produktionsinvestition von Novartis in den USA erscheint im Nachhinein als strategisch kluge Entscheidung. Durch die lokale Fertigung könnte der Konzern nicht nur Zölle umgehen, sondern auch seine Marktposition in den USA weiter festigen. Für deutsche Anleger bleibt Novartis damit eine interessante Option im defensiven Pharma-Sektor, besonders in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten.


