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Norwegens Staatsfonds erzielt Rekordgewinn und hält SpaceX-Beteiligung

Der weltgrößte Staatsfonds meldet 184 Milliarden Dollar Gewinn im ersten Halbjahr und enthüllt erstmals eine SpaceX-Investition.

Norwegens Staatsfonds erzielt Rekordgewinn und hält SpaceX-Beteiligung

Norwegens Staatsfonds hat im ersten Halbjahr 2026 einen Rekordgewinn von mehr als 184 Milliarden US-Dollar erzielt. Der Fonds, der von Norges Bank Investment Management (NBIM) verwaltet wird, erzielte damit eine Rendite von 9,4 Prozent. Ausschlaggebend war vor allem eine starke Rallye bei asiatischen Technologieaktien.

Der Gewinn für die ersten sechs Monate des Jahres belief sich auf mehr als 1,75 Billionen Norwegische Kronen, was rund 184,9 Milliarden US-Dollar entspricht. Der Fonds ist derzeit mit rund 2,34 Billionen US-Dollar bewertet und damit der größte Staatsfonds der Welt. Er wurde in den 1990er Jahren gegründet, um die Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasindustrie gewinnbringend anzulegen.

Breite Diversifikation über 7.000 Unternehmen

Das Portfolio des Fonds ist breit gestreut: NBIM ist in mehr als 7.000 Unternehmen in über 50 Ländern investiert und hält Anteile an rund 1,5 Prozent aller weltweit börsennotierten Aktien. Aktien machen mehr als zwei Drittel des Gesamtportfolios aus. Daneben investiert NBIM auch in festverzinsliche Wertpapiere, Immobilien sowie Infrastruktur für erneuerbare Energien.

Rund 40 Prozent des Portfolios bestehen aus US-Aktien. Die wertvollsten Einzelbeteiligungen sind Anteile an Nvidia, Apple und Microsoft. Die Nvidia-Beteiligung von 1,3 Prozent war zum Berichtsstichtag 61,8 Milliarden US-Dollar wert, der Apple-Anteil von 1,2 Prozent wurde zum 30. Juni mit 52,7 Milliarden US-Dollar bewertet.

SpaceX-Beteiligung erstmals offengelegt

Besondere Aufmerksamkeit erregte die gleichzeitig mit dem Halbjahresbericht bekanntgegebene Beteiligung an SpaceX. NBIM hält einen Anteil von 0,05 Prozent an dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk, der mit etwas mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Damit ist NBIM nun ein bedeutender Investor in zwei von Elon Musk geführten Unternehmen.

Denn der Fonds hält bereits eine Beteiligung von 1 Prozent an Tesla, die Ende des ersten Halbjahres einen Wert von rund 15,7 Milliarden US-Dollar aufwies. Das Verhältnis zwischen NBIM und Musk gilt jedoch als angespannt. Im Jahr 2024 stimmte NBIM gegen Musks historisches Gehaltspaket von 56 Milliarden US-Dollar bei Tesla. Später lehnte Musk eine Einladung von NBIM-Chef Tangen zu einem privaten Abendessen und einer Konferenz in Oslo ab. Auf der Tesla-Jahreshauptversammlung Ende 2025 stimmte NBIM erneut gegen ein Billionen-Dollar-Gehaltspaket für Musk.

Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch wollte der stellvertretende CEO Trond Grande die SpaceX-Position nicht kommentieren. Er betonte lediglich, dass NBIM grundsätzlich keine Stellung zu einzelnen Aktienpositionen nehme.

Volatilität im ersten Quartal belastete Aktienanlagen

Die SpaceX-Aktie war nach ihrem Börsenstart im Juni zunächst stark gestiegen, verlor seither jedoch erheblich an Wert. Bis Ende Juli gingen nach einer anfänglichen Post-IPO-Rallye Hunderte Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung verloren. Am Montag schloss die Aktie erstmals seit Wochen wieder über ihrem IPO-Preis.

Auch der Staatsfonds selbst blieb nicht von Marktschwankungen verschont. Im ersten Quartal des Jahres fielen die Aktienanlagen um 2,6 Prozent, als die globalen Märkte von KI-Nervosität und geopolitischen Sorgen belastet wurden. NBIM-Chef Tangen hob auf der Pressekonferenz dennoch die zentrale Rolle des Halbleitersektors für das starke Gesamtergebnis im ersten Halbjahr hervor.

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