Norwegens Ölbranche plant Rekordinvestitionen 2025
Trotz neuer Projekte deutet vieles auf sinkende Ausgaben im Folgejahr hin

Die Investitionen in die norwegische Öl- und Gasindustrie werden im Jahr 2025 voraussichtlich ein Rekordniveau erreichen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Statistikamts unter Branchenunternehmen hervor. Demnach sollen im kommenden Jahr rund 269,1 Milliarden norwegische Kronen investiert werden. Das entspricht etwa 26,62 Milliarden US-Dollar. Im Februar hatte die Prognose noch bei 253,8 Milliarden Kronen gelegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 beliefen sich die Investitionen auf 251,2 Milliarden Kronen.
Für das Jahr 2026 rechnet das Statistikamt mit einem Rückgang der Investitionen. Die vorläufige Prognose liegt bei 206,6 Milliarden Kronen, während im Februar noch mit 197,1 Milliarden Kronen kalkuliert wurde. Solche Prognosen werden üblicherweise im Laufe der Zeit nach oben angepasst, da Unternehmen ihre Ausgabenpläne in den Monaten vor Beginn eines neuen Jahres präzisieren.
Hintergrund der erwarteten Investitionssteigerung sind mehrere neue Ölfelder und Gasprojekte, die 2025 und teilweise auch im laufenden Jahr entwickelt werden sollen. Laut Statistikamt trägt dies zur erhöhten Investitionstätigkeit bei. Insbesondere kleinere Entdeckungen in der Nähe bestehender Förderplattformen stehen dabei im Fokus.
Ein Beispiel ist das Unternehmen Vår Energi, das mehrheitlich dem italienischen Konzern Eni gehört. Vår Energi plant, bis Ende 2025 bis zu 14 neue Projekte zu genehmigen. Diese Vorhaben betreffen kleinere Öl- und Gasvorkommen, die nahe bereits produzierender Felder liegen. Ziel ist es, die bestehende Infrastruktur effizient zu nutzen und die Förderung in bereits aktiven Feldern zu steigern.
Trotz der hohen Investitionsbereitschaft im kommenden Jahr erwartet das Statistikamt, dass der Anstieg nicht ausreichen wird, um einen Rückgang der Investitionen im Jahr 2026 zu verhindern. Die erwartete Abnahme spiegelt sich auch in den langfristigen Plänen der Unternehmen wider. Sie deuten darauf hin, dass nach dem Rekordjahr 2025 ein Rückgang der Aktivität wahrscheinlich ist.
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Zur AktienanalyseDie norwegische Öl- und Gasindustrie bleibt damit zwar vorerst auf Wachstumskurs, sieht sich aber mittelfristig einer rückläufigen Entwicklung der Investitionsdynamik gegenüber. Die Zahlen zeigen eine kurzfristige Belebung, jedoch auch eine begrenzte Nachhaltigkeit des Aufschwungs.

