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Northvolt verkauft Sparte an Scania

Lkw-Hersteller übernimmt profitables Batteriemodul-Geschäft mit 300 Mitarbeitern in Schweden

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Northvolt verkauft Sparte an Scania

Der schwedische Batteriezellhersteller Northvolt hat sein Geschäft mit Batteriepacks für die Schwerindustrie an den ebenfalls in Schweden ansässigen Lkw-Hersteller Scania verkauft. Das Unternehmen teilte mit, dass die betroffene Sparte, Northvolt Systems Industrial, auch nach der Übernahme durch Scania weiterhin ihren Betrieb fortführen werde. Die bestehenden Aufträge für das Jahr 2025 sollen vollständig erfüllt werden. Angaben zum Kaufpreis machten die beteiligten Unternehmen nicht.

Scania, eine Tochter des Volkswagen-Konzerns und Teil der Nutzfahrzeugsparte Traton, bestätigte die Übernahme der Sparte und erklärte, dass die Produktionsstätte künftig in die Motorensparte von Scania eingegliedert werde. Northvolt Systems Industrial ist seit dem Jahr 2019 in Betrieb und beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Diese fertigen Batteriemodule, die vor allem in Baumaschinen und Bohranlagen verwendet werden. Der Geschäftsbereich zählt zu den wenigen profitablen Sparten des kriselnden Unternehmens.

Northvolt war in der Vergangenheit als eines der vielversprechendsten Unternehmen für den Aufbau einer europäischen Batteriezellfertigung angesehen worden. Das Unternehmen geriet jedoch in finanzielle Schwierigkeiten und musste sich im November 2024 unter den Schutz der US-Gläubigergesetze stellen. Infolge dieser wirtschaftlichen Probleme hat Northvolt seither damit begonnen, sich von einzelnen Geschäftsbereichen zu trennen, um sich stärker auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

Der Fokus des Unternehmens liegt nun auf der Batteriezellproduktion in Skelleftea im Norden Schwedens. Diese Fertigungsstätte gilt als zentrales Element der künftigen Unternehmensstrategie. Bereits vor dem Verkauf an Scania hatte Northvolt weitere Betriebsteile veräußert. So wurden Anlagen an das norwegische Unternehmen Norsk Hydro sowie an den schwedischen Autobauer Volvo Cars abgegeben.

Durch die Veräußerung der Sparte an Scania verfolgt Northvolt die Strategie, sich finanziell zu stabilisieren und die Entwicklung sowie Produktion von Batteriezellen voranzutreiben. Scania wiederum sichert sich durch die Übernahme die Produktionskapazitäten für Batteriepacks, die für die Elektrifizierung der Nutzfahrzeugflotte des Unternehmens von zentraler Bedeutung sind. Der Kauf der profitablen Sparte könnte Scania dabei helfen, die Transformation hin zu alternativen Antrieben schneller voranzutreiben.

Für die Beschäftigten von Northvolt Systems Industrial bleibt vorerst alles beim Alten. Die Produktion wird fortgeführt, und die Fertigung der Batteriemodule für Baumaschinen und Bohranlagen soll wie gewohnt weiterlaufen. Die Auswirkungen der Übernahme auf die langfristige Ausrichtung der Sparte wurden bislang nicht näher erläutert.

NorthvoltScaniaBatterienVerkauf

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