Northvolt plant Batteriezellen-Fabrik in Heide
Milliardenschwere Investition: Batteriehersteller Northvolt erhält Unterstützung für Fabrikbau in Schleswig-Holstein

Der schwedische Batteriehersteller Northvolt plant den Bau einer Batteriezellen-Fabrik in Heide, Schleswig-Holstein, um Batterien für Elektroautos herzustellen. Die Bundesregierung und die Landesregierung von Schleswig-Holstein haben zugesagt, den Bau der Fabrik finanziell zu unterstützen. Allerdings steht die Förderung noch unter dem Vorbehalt der beihilferechtlichen Genehmigung durch die EU-Kommission. Northvolt hat deutlich gemacht, dass die Investition von der Zustimmung der EU-Kommission abhängt.
Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, dass Northvolt die Investition in Heide vorbehaltlich einer Förderung, die von der Europäischen Kommission genehmigt werden muss, tätigen wird. Die genaue Höhe der Förderung steht noch nicht fest. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters könnte Northvolt Unterstützung in Höhe von rund einer halben Milliarde Euro erhalten. Die Gesamtinvestition von Northvolt für die Fabrik in Heide wird auf drei bis fünf Milliarden Euro geschätzt. Die Fabrik soll etwa 3000 Beschäftigte haben und nach vollständiger Hochlaufphase eine jährliche Produktionskapazität von 60 Gigawattstunden erreichen, was ausreicht, um etwa eine Million Elektrofahrzeuge mit Batteriezellen zu versorgen.
Peter Carlsson, Gründer und CEO von Northvolt, erklärte, dass das Unternehmen mit dem Rückhalt der Bundesregierung die nächsten Schritte für den Ausbau in Heide unternehmen werde. Zuvor hatte es Bedenken gegeben, dass Northvolt den Bau in Heide zugunsten eines Standorts in Nordamerika aufschieben könnte. Im Februar 2022 hatte Northvolt den Bau der Fabrik angekündigt, aber aufgrund der gestiegenen Energiepreise in Deutschland wurde das Projekt in Frage gestellt. Das Unternehmen hatte eine höhere staatliche Unterstützung gefordert und erwogen, seine Expansion in den USA zu priorisieren.
Die beteiligten Parteien streben an, die Voraussetzungen für den Baubeginn noch in diesem Jahr zu erfüllen. Die Auslieferung von Batteriezellen aus Heide ist für das Jahr 2026 geplant. Mit einer Jahreskapazität von 60 Gigawattstunden würde die Northvolt-Fabrik zu den "Gigafactories" gehören und größer sein als die geplanten Standorte von Volkswagen in Salzgitter und Spanien, aber kleiner als die geplante 100-Gigawatt-Anlage von CATL in Ungarn.
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Zur AktienanalyseDer Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck äußerte sich positiv zu den Plänen von Northvolt und betonte, dass das Projekt Tausende von Arbeitsplätzen im Bereich der grünen Technologie schaffen werde. Die Batteriezellen-Fabrik in Heide ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende und den Ausbau der Elektromobilität in Deutschland.


