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Nolans „The Odyssey" bricht Imax-Rekorde: Tickets wochenlang ausverkauft

Christopher Nolans Epos dominiert die Kinokassen – 70-mm-Imax-Vorführungen sind weltweit restlos ausgebucht.

Nolans „The Odyssey" bricht Imax-Rekorde: Tickets wochenlang ausverkauft

Christopher Nolans Nacherzählung von Homers Epos „The Odyssey" sorgt weltweit für außergewöhnliche Nachfrage nach 70-mm-Imax-Vorführungen. Universal und Imax haben die Verfügbarkeit dieser Spezialvorführungen deshalb bis Mitte September verlängert – doch selbst das reicht offenbar nicht aus, um den Ansturm der Kinogänger zu bewältigen. Tickets sind ausverkauft, kaum dass sie freigegeben werden.

Das Besondere: Zuschauer wollen den Film nicht nur sehen – sie wollen ihn exakt so erleben, wie Nolan ihn gedreht hat: auf physischem 70-mm-Film. Während Imax auch digitale Versionen des 70-mm-Formats anbietet, werden diese Vorführungen häufig beschnitten, um in den jeweiligen Kinosaal zu passen. Das physische Filmerlebnis gilt vielen Cineasten als das authentischere und beeindruckendere Format.

Das Problem: Leinwände für physische 70-mm-Filmrollen sind weltweit extrem rar. In den USA sind es lediglich 25 Kinos, die diese Vorführungen technisch ermöglichen können. Weltweit gibt es insgesamt nur 41 solcher Standorte – ein direktes Ergebnis davon, dass die überwiegende Mehrheit der Filme heute digital gedreht und projiziert wird.

Imax reagiert mit Sonder- und Frühvorstellungen

Angesichts der explodierenden Nachfrage hat Imax bereits reagiert und Spätvorstellungen sowie Vorführungen am frühen Morgen in den Spielplan aufgenommen. Der finanzielle Erfolg dieser Strategie ist beeindruckend: Bis zum vergangenen Wochenende überschritten die weltweiten Imax-Ticketverkäufe für „The Odyssey" die Marke von 140 Millionen US-Dollar.

Das entspricht etwas mehr als 20 Prozent des gesamten weltweiten Einspielergebnisses von 652 Millionen US-Dollar – und das, obwohl Imax-Standorte weniger als ein Prozent aller Kinoleinwände weltweit ausmachen. Diese Zahlen verdeutlichen eindrucksvoll, welche Hebelwirkung das Premium-Format auf die Gesamteinnahmen hat.

Auch die allgemeinen Einspielergebnisse des Films sind bemerkenswert stark. In der zweiten Woche gingen die Ticketverkäufe im Inland gegenüber dem Eröffnungswochenende um lediglich 27 Prozent zurück. Zum Vergleich: Bei einem typischen Hollywood-Blockbuster liegt dieser Rückgang in jeder Folgewoche zwischen 50 und 70 Prozent. Ein so geringer Rückgang gilt in der Branche als starkes Signal für positive Mundpropaganda und wiederholte Kinobesuche.

Vergleich mit „Oppenheimer" und Blick in die Zukunft

Die Kinobranche erlebte ein ähnliches Phänomen bereits im Jahr 2023, als Nolan das Oscar-prämierte Biopic „Oppenheimer" veröffentlichte. Auch damals war die Nachfrage nach 70-mm-Imax-Vorführungen enorm und übertraf die verfügbaren Kapazitäten deutlich. Nolan hat sich damit als einer der wenigen Regisseure etabliert, der das Premium-Kinoerlebnis als echten Publikumsmagneten nutzen kann.

In den vergangenen drei Wochen lief „The Odyssey" mit vergleichsweise geringer Konkurrenz. Das dürfte sich bald ändern: Mit dem Start von Sonys und Marvels „Spider-Man: Brand New Day" an diesem Freitag sowie den für Imax gefilmten Produktionen „The End of Oak Street" und „Resident Evil" am Horizont wird sich „The Odyssey" die begehrte Leinwandzeit zunehmend mit anderen Titeln teilen müssen.

Die nächste große 70-mm-Imax-Verpflichtung steht erst am 18. Dezember an, wenn „Dune: Part Three" von Warner Bros. und Regisseur Denis Villeneuve in die Kinos kommt. Bis dahin bleibt „The Odyssey" das dominierende Ereignis im Premium-Kinosegment – und die Nachfrage zeigt bislang keine Anzeichen einer Abschwächung.

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