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Nokia übertrifft Erwartungen mit starkem Quartal

KI- und Cloud-Nachfrage treiben optische Netzwerke und Aktienkurs auf Mehrjahreshoch

Nokia übertrifft Erwartungen mit starkem Quartal

Nokia hat im dritten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der finnische Telekommunikationsausrüster erzielte einen operativen Gewinn von 435 Millionen Euro, während der von LSEG befragte Marktkonsens bei 342 Millionen Euro lag. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12 Prozent auf 4,83 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognose von 4,6 Milliarden Euro. Haupttreiber waren eine starke Nachfrage im Bereich der optischen Netzwerke sowie wachsende Cloud-Aktivitäten, die zunehmend durch Anwendungen im Bereich künstlicher Intelligenz unterstützt werden.

Der Aktienkurs des Unternehmens stieg in der Folge um 10,6 Prozent auf 5,20 Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren. Der Marktwert erhöhte sich um rund drei Milliarden Euro auf insgesamt etwa 33 Milliarden Euro. Die positive Entwicklung steht im Gegensatz zu den jüngsten Herausforderungen durch US-Zölle, eine Marktverlangsamung und den schwächeren Dollar, die im Sommer zu einer Gewinnwarnung geführt hatten.

Nokia hatte in Nordamerika Marktanteile verloren, nachdem der US-Mobilfunkanbieter AT&T seinen 5G-Vertrag mit Nokia beendet und stattdessen einen 14 Milliarden Euro schweren Auftrag an den schwedischen Rivalen Ericsson vergeben hatte. Dennoch konnte Nokia die Erträge in den Geschäftsbereichen Optical Networks und Cloud deutlich steigern. Das Unternehmen profitiert dabei von seiner Übernahme des US-Optiknetzwerkspezialisten Infinera, die den Zugang zu KI-gestützten Rechenzentrumsprojekten erleichtert hat.

Künstliche Intelligenz und Cloud-Kunden trugen im abgelaufenen Quartal sechs Prozent zum Gesamtumsatz und 14 Prozent zu den Netzwerkinfrastrukturumsätzen bei. Im Segment der optischen Netzwerke lag das Plus währungsbereinigt bei 19 Prozent. Konzernchef Justin Hotard sprach von einer anhaltend starken und weiter zunehmenden Nachfrage aus dem KI- und Datacenter-Bereich.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Nokia nun einen operativen Gewinn zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro und erhöhte damit die obere Spanne leicht. Die Verbesserung hängt teilweise mit einer Anpassung der Berichterstattung über Risikokapitalanlagen zusammen, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, seine passiven Beteiligungen zu reduzieren. Nokia bestätigte zudem, dass die zweite Jahreshälfte 2025 stärker ausfallen soll als die erste.

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