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Nikkei auf Rekordhoch: Asiens Börsen trotzen US-Iran-Spannungen

Technologiewerte und KI-Optimismus treiben Asiens Märkte – Japans Nikkei 225 klettert dank Stimulus-Hoffnungen auf ein historisches Rekordhoch.

Nikkei auf Rekordhoch: Asiens Börsen trotzen US-Iran-Spannungen

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch trotz eskalierender Spannungen zwischen den USA und dem Iran zugelegt. Technologiewerte und der anhaltende Optimismus rund um Künstliche Intelligenz (KI) sorgten dafür, dass die Märkte die erneuten militärischen Auseinandersetzungen weitgehend ignorierten. Angeführt wurde die regionale Rally vom japanischen Nikkei 225, der ein neues Rekordhoch erreichte.

Der Nikkei 225 sprang um knapp 3 % auf einen Rekordstand von 68.645,5 Punkten. Auch der breitere TOPIX-Index markierte mit 3.996,22 Punkten ein neues Allzeithoch. Japanische Technologie- und Chipwerte führten die Gewinne an, befeuert durch den globalen KI-Boom und positive Vorgaben der Wall Street, die über Nacht ebenfalls Rekordhochs verzeichnet hatte.

Japans Konjunkturpaket beflügelt die Märkte

Ein wesentlicher Treiber für den Nikkei war die Aussicht auf weitere fiskalische Unterstützung durch die japanische Regierung. Das Kabinett von Premierministerin Sanae Takaichi genehmigte einen Nachtragshaushalt in Höhe von 3,11 Billionen Yen (umgerechnet rund 19,5 Milliarden US-Dollar). Das Paket zielt in erster Linie darauf ab, die hohen Lebenshaltungskosten infolge des Iran-Krieges zu bekämpfen – insbesondere durch die Fortsetzung von Subventionen für Gas- und Strompreise. Die Regierung hofft, bis Freitag die parlamentarische Zustimmung zu erhalten. Darüber hinaus wird Takaichi voraussichtlich noch in diesem Monat über eine Senkung der Verbrauchssteuer entscheiden.

Die Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran scheinen derweil gescheitert zu sein. Berichten zufolge hat sich der Iran Anfang der Woche aus der indirekten Kommunikation mit Washington zurückgezogen. Am späten Dienstag tauschten beide Seiten eine neue Runde von Luftangriffen aus, was die Ölpreise sprunghaft ansteigen ließ. Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich von diesem Anstieg jedoch weitgehend unbeeindruckt.

Gemischtes Bild in der Region

Auch andere asiatische Märkte verzeichneten überwiegend Gewinne. Chinas CSI 300 legte um 1,6 % zu, der Shanghai Composite stieg um 0,6 %. Singapurs Straits Times Index gewann 0,7 %. Eine Ausnahme bildete der Hang Seng in Hongkong, der um knapp 2 % nachgab – Anleger nahmen nach der starken Vortagsperformance Gewinne bei lokalen Technologie-Schwergewichten mit.

Australiens ASX 200 stieg um 0,8 %, obwohl die BIP-Daten für das erste Quartal etwas schwächer als erwartet ausfielen. Steigende Treibstoffkosten und wetterbedingte Störungen im Bergbau belasteten das Wachstum. Die Zahlen untermauerten jedoch die Erwartung, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) die Zinsen in den kommenden Monaten unverändert lassen wird. Die RBA hatte die Zinsen in diesem Jahr bisher um insgesamt 75 Basispunkte angehoben.

Indiens Nifty 50 blieb hinter der regionalen Entwicklung zurück und gab zur Eröffnung um 0,7 % nach. Sorgen über hohe Ölpreise und ein mangelndes Engagement im KI-Sektor drückten den Index in die Nähe eines Zweimonatstiefs. Die S&P 500 Futures stabilisierten sich unterdessen im asiatischen Handel, was auf eine weiterhin konstruktive Stimmung an den globalen Märkten hindeutet.

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