Nike streicht 775 Jobs: Automatisierung in Lagerhäusern
Der Sportartikelhersteller Nike baut 775 Stellen in seinen US-Distributionszentren ab. Die Entlassungen sind Teil einer umfassenden Umstrukturierung zur Verbesserung der Profitabilität und verstärkten Automatisierung.

Nike streicht 775 Arbeitsplätze in seinen US-Distributionszentren, wie CNBC berichtet. Die Entlassungen betreffen hauptsächlich Mitarbeiter in den Lagerhäusern in Tennessee und Mississippi. Dies sind zusätzliche Kürzungen zu den bereits im vergangenen Sommer angekündigten 1.000 Stellen im Verwaltungsbereich.
Automatisierung als Treiber der Umstrukturierung
Nach Unternehmensangaben zielen die Maßnahmen darauf ab, "die Komplexität zu reduzieren, die Flexibilität zu verbessern und einen reaktionsschnelleren, widerstandsfähigeren und effizienteren Betrieb aufzubauen". Die Kürzungen sind Teil von Nikes strategischem Ziel, zu "langfristigem, profitablem Wachstum" zurückzukehren und die Margen zu verbessern. Konkrete Details zum Ausbau der Automatisierung in den Distributionszentren nannte das Unternehmen nicht.
Folgen der gescheiterten Direktvertriebsstrategie
Die aktuellen Probleme sind eine Folge der unter Ex-CEO John Donahoe verfolgten Direktvertriebsstrategie. Diese priorisierte eigene Geschäfte und Websites gegenüber Großhandelspartnern. Im Zuge dieser Strategie wurden die Vertriebszentren und deren Personal massiv aufgestockt. Laut informierten Kreisen fehlt jedoch das Volumen, um diesen Personalbestand zu rechtfertigen.
CEO Hill setzt auf Kurswechsel
Unter dem neuen CEO Elliott Hill arbeitet Nike daran, Großhandelspartner zurückzugewinnen, veraltete Lagerbestände abzubauen und Innovationen neu zu beleben. Die Herausforderungen sind beträchtlich: Im zweiten Geschäftsquartal im Dezember brach der Nettogewinn um 32 Prozent ein. Das Unternehmen kämpft mit Zöllen, Kosten der Neuausrichtung und einer Verlangsamung im wichtigen chinesischen Markt.
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Zur AktienanalyseBranchenweiter Trend zur Automatisierung
Nike ist nicht allein mit diesem Schritt. Der verstärkte Einsatz von KI und Automatisierung in der US-Wirtschaft betrifft zunehmend Arbeitsplätze in Vertriebszentren. Der Logistikkonzern UPS kündigte bereits im vergangenen Jahr den Abbau von 48.000 Stellen an – teilweise aufgrund verstärkter Automatisierung in seinen Einrichtungen. Die Entwicklung zeigt, wie technologischer Fortschritt die Beschäftigungslandschaft in der Logistikbranche nachhaltig verändert.

