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Niederlande starten Lockdown auch für Cannabiskonsum

Nach 8 Uhr abends darf in den holländischen Städten nicht mehr auf der Strasse Marihuana geraucht werden.

Niederlande starten Lockdown auch für Cannabiskonsum

Die niederländische Regierung sagte am Montag vor dem Parlament, dass sie sich zurücklehnen und entspannen könne, da es keine zusätzlichen Regeln gebe, um zu verhindern, dass Menschen während der Coronavirus-Pandemie an öffentlichen Orten Cannabis konsumieren oder rauchen. Die Regierung ordnete am 13. Oktober eine teilweise Schließung an, wobei Restaurants mit Ausnahme von Mitnahmeangeboten geschlossen und der Verkauf von Alkohol und Marihuana nach 20 Uhr verboten wurde. Das Parlament betonte jedoch angesichts der Aussicht, dass die Vorschriften für Grasraucher immer noch lockerer sein könnten als die für Alkoholtrinker, und verabschiedete einen Antrag, in dem die Regierung angewiesen wurde, dafür zu sorgen, dass das Rauchen von Marihuana und Haschisch in der Öffentlichkeit zwischen 20.00 Uhr und 7.00 Uhr an öffentlichen Orten nicht toleriert wird. Justizminister Ferd Grapperhaus sagte den Gesetzgebern in einem Brief, dass sie durch die Komplexität der bestehenden Gesetze und Praktiken des Landes leicht verwirrt sein könnten. Nach niederländischem Recht bleibt der Besitz von Marihuana technisch gesehen illegal, erklärte Grapperhaus in einem Brief an das Parlament. Zwar setzt die Polizei das Gesetz in der Regel nicht gegen Personen durch, die weniger als fünf Gramm Marihuana besitzen, aber sie hat immer die Macht dazu. Im Rahmen der Toleranzpolitik des Landes wird die Droge offen in Cafés, so genannten "Coffee Shops", verkauft. Aber die Sperrregeln vom 13. Oktober hatten bereits festgelegt, dass Cafés und Restaurants mit Ausnahme von Imbisslokalen geschlossen sind und dass der Verkauf von Alkohol, Marihuana und Haschisch nach 20 Uhr verboten ist. Darüber hinaus, so Grapperhaus, seien Versammlungen mit mehr als vier Personen vorübergehend verboten. Damit sei sichergestellt, dass die Polizei einen unbändigen Marihuana rauchenden Mob auflösen könne - falls sich während der Pandemie jemals einer bilden sollte. "Die Forderungen dieses Antrags können also unter Nutzung der bestehenden Befugnisse erfüllt werden", erklärte der Minister.

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