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Nickelproduktion sinkt – Batteriemarkt vor neuen Herausforderungen

Indonesiens Förderkürzung und Trumps Politik beeinflussen die Rohstoffpreise unterschiedlich

Nickelproduktion sinkt – Batteriemarkt vor neuen Herausforderungen

Indonesien, einer der weltweit größten Produzenten von Nickel, hat angekündigt, seine Förderung des Metalls im Jahr 2025 deutlich zu reduzieren. Statt der ursprünglich geplanten 240 Millionen Tonnen sollen nur noch 200 Millionen Tonnen abgebaut werden. Nickel ist neben Kobalt, Lithium und Mangan eines der wichtigsten Metalle für die Herstellung von Batterien in Elektrofahrzeugen.

Parallel dazu hat der neue US-Präsident Donald Trump angekündigt, die Politik zur Förderung der Elektromobilität zurückzunehmen. Diese bestand hauptsächlich aus Steuererleichterungen für batteriebetriebene Fahrzeuge. Kritiker betonen jedoch, dass es nie ein explizites „EV-Mandat“ gegeben habe, das aufgehoben werden könnte. Trotz dieser politischen Veränderungen gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen Trumps Ankündigung und dem Preisverfall bei Batteriemetallen.

Der Preis für Nickel hat in den vergangenen Jahren starke Schwankungen erlebt. Im Frühjahr 2022 erreichte das Metall mit knapp 50.000 US-Dollar pro Tonne seinen Höchststand. Dieser Preisanstieg wurde nicht durch eine steigende Nachfrage verursacht, sondern war das Ergebnis geopolitischer Unsicherheiten und Fehlspekulationen großer Handelsunternehmen. Inzwischen ist der Preis auf rund 15.000 US-Dollar pro Tonne gefallen. Ähnlich verhält es sich mit Kobalt, dessen Preis bereits 2024 auf 30.000 US-Dollar pro Tonne gesunken ist. Die Gründe für den Preisrückgang sind vielfältig und umfassen eine schwächere Wirtschaft in China, technologische Fortschritte und eine erhöhte Recyclingquote. Zudem hat eine Überproduktion, wie sie in Rohstoffzyklen üblich ist, den Markt beeinflusst.

Indonesien hat durch seine Nickelproduktion wirtschaftlich stark profitiert. Ein entscheidender Schritt war das Verbot der Ausfuhr unverarbeiteten Nickels im Jahr 2020, wodurch sich chinesische Verarbeitungsbetriebe im Land ansiedelten. Infolgedessen wuchs die indonesische Nickelproduktion von 358.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 2,2 Millionen Tonnen im Jahr 2023. Die Bedingungen für die Arbeiter in den Minen bleiben jedoch prekär, und die Umweltbelastungen sind erheblich.

Trotz des aktuellen Preisverfalls geht eine Studie des Beratungsunternehmens McKinsey davon aus, dass die Nachfrage nach Nickel und Lithium bis 2030 das Angebot übersteigen wird. Für 2025 wird sogar eine steigende Nachfrage nach Primärnickel erwartet. Dennoch könnte Nickel künftig eine geringere Rolle in der Batterieproduktion spielen, da immer mehr Hersteller auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien setzen, die kostengünstiger und umweltfreundlicher sind.

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