Nickelpreise steigen auf Zweijahreshoch wegen Indonesien-Sorgen
Angebotsengpässe beim führenden Produzenten Indonesien und Schwefelknappheit treiben den Nickelpreis auf den höchsten Stand seit Juni 2024.

Die Nickelpreise haben am Montag den höchsten Stand seit fast zwei Jahren erreicht. An der London Metal Exchange (LME) kletterte der Referenzpreis für Nickel bis 09:00 Uhr GMT um 2,3 Prozent auf 19.445 US-Dollar pro Tonne. Im Handelsverlauf markierte das Metall sogar ein Tageshoch von 19.470 US-Dollar – der stärkste Stand seit Juni 2024.
Hinter dem Kursanstieg stecken zwei wesentliche Faktoren: wachsende Sorgen über das Angebot aus Indonesien, dem weltweit führenden Nickelproduzenten, sowie eine zunehmende Knappheit an Schwefel, der für die Metallproduktion dringend benötigt wird.
Produktionslücke in Indonesien
Indonesien hat seine offizielle Produktionsquote für Nickelerz – bekannt unter dem Kürzel RKAB – für das laufende Jahr auf 260 bis 270 Millionen Tonnen festgesetzt. Dem gegenüber steht eine deutlich höhere Nachfrage: Der indonesische Verband der Nickelschmelzhütten FINI schätzt den tatsächlichen Bedarf auf 340 bis 350 Millionen Tonnen.
Damit klafft zwischen der genehmigten Fördermenge und dem voraussichtlichen Bedarf eine erhebliche Lücke von rund 70 bis 90 Millionen Tonnen. Diese Diskrepanz weckt bei Marktteilnehmern Befürchtungen über mögliche Lieferengpässe, die das globale Nickelangebot spürbar belasten könnten.
Bedeutung für den globalen Nickelmarkt
Indonesien nimmt auf dem Weltmarkt für Nickel eine Schlüsselrolle ein. Das südostasiatische Land ist der mit Abstand größte Produzent des Industriemetalls und hat in den vergangenen Jahren massiv in den Ausbau seiner Verarbeitungskapazitäten investiert. Regulatorische Einschränkungen bei der Erzförderung treffen den Markt daher besonders empfindlich.
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Zur AktienanalyseHinzu kommt die Schwefelknappheit, die die Produktion von Nickel zusätzlich erschwert. Schwefel ist ein unverzichtbarer Rohstoff bei der Verarbeitung von Nickelerz zu handelbarem Metall. Eine eingeschränkte Verfügbarkeit dieses Hilfsstoffs kann die Produktionskapazitäten der Schmelzhütten direkt begrenzen.
Für Anleger und Industrieunternehmen, die auf Nickel angewiesen sind – etwa in der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge oder in der Edelstahlherstellung – bleibt die Entwicklung in Indonesien ein zentraler Beobachtungspunkt. Die aktuelle Gemengelage aus regulatorischen Quoten und Rohstoffknappheit dürfte den Nickelpreis vorerst weiter stützen.


