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Newmont übertrifft Erwartungen: Goldpreisrallye gleicht Produktionsrückgang aus

Der weltgrößte Goldförderer Newmont überraschte im zweiten Quartal mit einem bereinigten Gewinn von 2,10 Dollar je Aktie.

Newmont übertrifft Erwartungen: Goldpreisrallye gleicht Produktionsrückgang aus

Newmont, der weltweit größte Goldförderer, hat im zweiten Quartal 2025 die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,10 US-Dollar und damit deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 1,99 US-Dollar, wie aus von LSEG zusammengestellten Daten hervorgeht. Möglich machte dies eine starke Rallye beim Goldpreis, die einen spürbaren Rückgang in der Fördermengen mehr als ausglich.

Der durchschnittlich erzielte Goldpreis von Newmont stieg im Quartal auf 4.414 US-Dollar pro Unze – ein deutlicher Sprung gegenüber den 3.320 US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Marktdurchschnitt lag im zweiten Quartal sogar bei 4.506,41 US-Dollar pro Unze, was einem Anstieg von rund 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gold profitierte dabei von der anhaltenden Nachfrage nach sicheren Häfen sowie von Hoffnungen auf Zinssenkungen in den USA. Zeitweise wurden die Gewinne jedoch durch einen stärkeren US-Dollar und Inflationssorgen infolge gestiegener Rohölpreise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg gebremst.

Produktionsrückgang durch seismische Ereignisse und niedrigere Erzgrade

Die vierteljährliche Goldproduktion sank von 1,48 Millionen Unzen im Vorjahreszeitraum auf 1,29 Millionen Unzen. Als Hauptgründe nannte das Unternehmen geringere Fördermengen in der australischen Cadia-Mine infolge seismischer Ereignisse sowie niedrigere Erzgrade in den Minen Ahafo South, Peñasquito und Yanacocha – bedingt durch die planmäßige Minensequenzierung. Der Betrieb in Cadia kehrte ab Mitte Juni wieder auf ein normales Niveau zurück, was für das laufende Quartal Erleichterung bringt.

Für das dritte Quartal erwartet Newmont eine Goldproduktion, die weitgehend auf dem Niveau des zweiten Quartals liegen wird. Gleichzeitig warnt das Unternehmen, dass die Stückkosten im dritten Quartal voraussichtlich steigen werden. Als Haupttreiber nennt Newmont höhere Erhaltungsinvestitionen sowie mögliche Auswirkungen gestiegener Ölpreise. Zudem reagieren die Kosten weiterhin empfindlich auf an den Goldpreis gebundene Lizenzgebühren.

Red-Chris-Mine: Entscheidung unabhängig von staatlicher Förderung

Ein weiteres Thema war die geplante Erweiterung der Red-Chris-Mine in British Columbia, Kanada. CEO Natascha Viljoen erklärte am Donnerstag, dass Newmont alle entscheidenden Genehmigungen erhalten habe und derzeit mit der Regierung von British Columbia an den Bedingungen für Bergbauinvestitionen arbeite. Dabei betonte sie ausdrücklich: Die staatliche Unterstützung in Höhe von 500 Millionen Kanadischen Dollar (rund 355 Millionen US-Dollar) sei „keine Voraussetzung" für die Investitionsentscheidung des Unternehmens. Die Erweiterung werde davon abhängen, ob das Projekt in den Rahmen der Kapitalallokation passe und eine Wertsteigerung erbringe.

Für das Jahr 2026 plant Newmont Entwicklungskapitalinvestitionen in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen setzt damit trotz kurzfristiger Produktionsschwankungen auf weiteres Wachstum und Expansion. Für Anleger bleibt Newmont damit ein zentraler Gradmesser für die Entwicklung des globalen Goldmarktes – insbesondere in einem Umfeld, das von geopolitischen Unsicherheiten und geldpolitischen Erwartungen geprägt ist.

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