New York: Rechenzentren sollen höhere Stromkosten zahlen
Der US-Bundesstaat New York plant neue Regelungen für energieintensive Rechenzentren. Gouverneurin Kathy Hochul will verhindern, dass steigende Stromkosten auf Privathaushalte abgewälzt werden.

Der Bundesstaat New York verschärft die Gangart gegenüber stromintensiven Rechenzentren. Gouverneurin Kathy Hochul kündigte am Dienstag eine Initiative an, die große Stromverbraucher künftig stärker zur Kasse bitten soll. Betroffen sind insbesondere Unternehmen, die nur begrenzt Arbeitsplätze schaffen oder andere wirtschaftliche Vorteile für den Bundesstaat bieten.
Eigene Stromerzeugung oder höhere Tarife
Die geplante Regelung sieht vor, dass Rechenzentrumsbetreiber entweder ihren Strom selbst erzeugen oder deutlich höhere Tarife für die Nutzung des öffentlichen Stromnetzes zahlen müssen. Damit will New York verhindern, dass die rasant steigende Stromnachfrage der Datenzentren die Energiekosten für Privathaushalte und kleine Unternehmen in die Höhe treibt.
"Massive Rechenzentren treiben die Stromnachfrage schneller in die Höhe, als das Netz mithalten kann, und wälzen die Kosten auf arbeitende Familien und kleine Unternehmen ab, die sich höhere Rechnungen nicht leisten können", erklärte Gouverneurin Hochul. Die Initiative ziele darauf ab, verantwortungsvoll zu wachsen und die Bezahlbarkeit von Strom sicherzustellen.
Beschleunigter Netzanschluss geplant
Neben den höheren Kosten für Großverbraucher plant New York auch Maßnahmen zur Optimierung des Netzanschlusses. Der Prozess für den Anschluss neuer Anlagen an das Stromnetz soll beschleunigt und vereinfacht werden. Bislang gilt dieser Prozess als langwierig und komplex.
Spagat zwischen Wirtschaftswachstum und Verbraucherschutz
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Zur AktienanalyseNew York steht vor der Herausforderung, einerseits Rechenzentren und andere energieintensive Industrien anzuziehen, um die Wirtschaft zu fördern, andererseits aber die Stromkosten für Verbraucher bezahlbar zu halten. Mit der neuen Initiative will der Bundesstaat sicherstellen, dass Unternehmen, die vom Datenwachstum profitieren, ihren gerechten Anteil an den Infrastrukturkosten tragen.
Die Maßnahme reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Initiativen US-amerikanischer Bundesstaaten, die auf die stark steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren, Kryptomining und künstliche Intelligenz reagieren. Experten gehen davon aus, dass der Stromverbrauch dieser Branchen in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen wird.


