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New York erlaubt Cannabis-Kleinunternehmen Verkauf auf Bauernmärkten

Gouverneurin Kathy Hochul unterzeichnet Gesetz, das Marihuana-Mikrounternehmen volle Teilnahme an Cannabis-Showcase-Events ermöglicht.

New York erlaubt Cannabis-Kleinunternehmen Verkauf auf Bauernmärkten

New York stärkt seine Cannabis-Kleinunternehmen: Gouverneurin Kathy Hochul (D) hat ein Gesetz unterzeichnet, das Marihuana-Mikrounternehmen die uneingeschränkte Teilnahme an Cannabis-Bauernmärkten und Pop-up-Events erlaubt. Bislang durften Inhaber von Mikrounternehmenslizenzen bei diesen sogenannten „Cannabis Showcase Events" nur ihre eigenen Produkte verkaufen – eine erhebliche Einschränkung gegenüber größeren Marktteilnehmern.

Mit dem neuen Gesetz können Mikrounternehmen nun in vollem Umfang als Anbauer, Verarbeiter und Einzelhändler an den Veranstaltungen teilnehmen. Das schafft deutlich mehr Flexibilität für kleine Betriebe, die häufig über die gesamte Wertschöpfungskette des Cannabis tätig sind.

„Dieses neue Gesetz gibt lizenzierten Mikrounternehmen und Abgabestellen eine echte Chance, auf dem legalen Cannabismarkt von New York erfolgreich zu sein", erklärte Hochul in einer Pressemitteilung. „Indem wir legalen Betreibern die Tür öffnen, bei genehmigten Gemeinschaftsveranstaltungen und Bauernmärkten zu verkaufen, schaffen wir gleiche Wettbewerbsbedingungen für kleine Unternehmer."

Kleine Betriebe ohne großes Marketingbudget profitieren

State Senator Michelle Hinchey (D), die die Senatsversion des Gesetzes eingebracht hatte, betonte die besondere Situation der betroffenen Unternehmen. „Cannabis-Mikrounternehmen sind oft kleine landwirtschaftliche Betriebe ohne große Marketingbudgets oder einfachen Zugang zu Einzelhandelsmärkten", sagte sie. Für diese Betriebe seien Showcase-Events wie Bauernmärkte eine ideale Möglichkeit, Verbraucher direkt zu erreichen.

Hinchey verwies zudem auf das saisonale Timing der Gesetzgebung: „Da der Sommer vor der Tür steht und die New Yorker gerne im Freien einkaufen, ist es entscheidend, dass Cannabis-Mikrounternehmen neben Einzelhändlern und anderen Lizenznehmern an Showcase-Events teilnehmen können."

Die Abgeordnete Donna Lupardo (D), die die Gesetzesversion in der Assembly vorangetrieben hatte, hob hervor, dass die Unternehmen „jeden Wettbewerbsvorteil benötigen, um ihre Produkte zu vermarkten, Markenbekanntheit aufzubauen und langfristige Verbindungen zur Gemeinschaft zu entwickeln."

OCM nimmt bereits Anträge für Cannabis-Märkte an

Das New York Office of Cannabis Management (OCM) hatte bereits im Mai damit begonnen, Anträge von lizenzierten Abgabestellen anzunehmen, die temporäre Cannabis-Bauernmärkte und Pop-up-Events veranstalten möchten. Die Behörde begrüßte die neue Regelung ausdrücklich.

OCM-Exekutivdirektor John Kagia erklärte: „Reguliertes Cannabis hat sich als Wirtschaftsmotor für New York erwiesen, aber die Stärke dieses Marktes liegt in den Unternehmen, die über die gesamte Lieferkette hinweg tätig sind." Die Unterzeichnung des Gesetzes sichere eine entscheidende Chance für Mikrounternehmen.

In der offiziellen Begründung zu den Gesetzen S10113 und A11217 heißt es, die neue Regelung werde „kleinen Landwirten helfen, wettbewerbsfähig zu sein, und ihnen eine neue Gelegenheit bieten, Cannabisprodukte bei genehmigten Veranstaltungen zu verkaufen." Für den deutschen Beobachter ist das Gesetz ein weiteres Zeichen dafür, wie US-Bundesstaaten ihren legalisierten Cannabismarkt gezielt durch regulatorische Anpassungen zugunsten kleiner Marktteilnehmer weiterentwickeln.

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