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Neuer Krypto-Index zeigt: Fundamentaldaten entscheiden den nächsten Bullenmarkt

S&P Global und Pantera Capital launchen einen Index, der Bitcoin und XRP ausschließt – und damit klare Signale für institutionelle Investoren setzt.

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Neuer Krypto-Index zeigt: Fundamentaldaten entscheiden den nächsten Bullenmarkt

Ende Juli haben S&P Global und Pantera Capital gemeinsam einen neuen Index für digitale Vermögenswerte vorgestellt: den S&P Pantera Digital Asset (SPPDA) Index. Das Besondere daran ist die Aufnahmebedingung – ausschließlich finanzielle Fundamentaldaten zählen. Ethereum, Hyperliquid und Solana schafften die Qualifikation, während zwei der bekanntesten Kryptowährungen, Bitcoin und XRP, ausgeschlossen wurden.

Dieser Ausschluss ist kein Zufall, sondern liefert nach Einschätzung von Analysten den bisher deutlichsten Hinweis darauf, welche Coins institutionelles Kapital im nächsten Krypto-Bullenmarkt anziehen werden. Der Index richtet sich explizit an Finanzinstitute, die eine fundierte Krypto-Benchmark benötigen und die spekulativsten oder nutzlosesten Kryptowährungen ausschließen wollen.

Wie der Index funktioniert – und warum das zählt

Das Grundprinzip des SPPDA-Index ist vergleichsweise einfach: Blockchains erheben von ihren Nutzern Transaktionsgebühren. Die Summe dieser Gebühren ergibt den sogenannten Protokollumsatz – das Krypto-Äquivalent zu Einnahmen aus einem Pay-as-you-go-Dienst. Im Gegensatz zu klassischen, nach Marktkapitalisierung gewichteten Krypto-Indizes berücksichtigt der SPPDA nur Token, die eine bestimmte Umsatzschwelle überschreiten.

Doch das allein reicht nicht. Die Aufnahmekriterien verlangen zusätzlich, dass ein Teil der erzielten Umsätze an die Inhaber zurückfließt – etwa durch Token-Rückkäufe, Coin-Burns zur Angebotsreduzierung oder durch Staking-Belohnungen, die eine Rendite oberhalb der Verwässerung durch Neuemissionen bieten. Damit werden die enthaltenen Kryptowährungen vergleichbar mit produktiven Vermögenswerten, ähnlich einer Unternehmensbeteiligung.

Warum Bitcoin und XRP draußen bleiben

Bitcoins Ausschluss mag auf den ersten Blick überraschen, ist aber logisch nachvollziehbar. Zwar weist das Bitcoin-Netzwerk eine rege Transaktionsaktivität auf, doch die anfallenden Gebühren fließen vollständig an die Miner – nicht an die Coin-Inhaber. Es gibt keinen Mechanismus, der Netzwerkeinnahmen an Halter weiterleitet, weshalb Bitcoin die Aufnahmekriterien nicht erfüllt.

Bei XRP liegt das Problem woanders: Die Transaktionsgebühren im XRP Ledger sind schlicht zu niedrig, um einen messbaren Effekt zu erzielen. Im Juni 2026 erzielte Solana 1,5 Millionen US-Dollar an Chain-Umsatz. Der XRP Ledger brachte im gleichen Zeitraum lediglich 12.392 US-Dollar ein. Selbst eine vollständige Vernichtung dieser Gebühren durch Burning hätte einen vernachlässigbaren Einfluss auf das umlaufende Angebot. Selbst eine Verzehnfachung des Umsatzes würde laut Analyse nicht ausreichen, um die Qualifikationshürde zu überwinden.

Dieser Ausschluss sendet ein klares Signal: Krypto-Assets ohne Mechanismen zur Wertsteigerung für Inhaber könnten im nächsten Zyklus das Nachsehen haben.

Der Index als potenzielle Einkaufsliste für Institutionen

Die eigentliche Bedeutung des SPPDA-Index liegt in seiner möglichen Funktion als Orientierungsrahmen für institutionelle Kapitalanleger. Wer im nächsten Krypto-Bullenmarkt nach investierbaren Vermögenswerten sucht, muss sich nicht mehr durch Meme-Coins, tote Chains oder fragwürdige DeFi-Token wühlen. Der Index liefert eine vorgefilterte Auswahl nach klaren Qualitätskriterien.

Da der Index laut Analysten wahrscheinlich irgendwann in einen börsengehandelten Fonds (ETF) umgewandelt wird, könnte er zu einer treibenden Kraft in der gesamten Branche werden. Krypto-Projekte würden dadurch Anreize erhalten, Strukturen zu schaffen, die Gebühren erfassen und zumindest einen Teil davon an die Inhaber weitergeben.

Die Schlussfolgerung ist eindeutig: Finanzielle Fundamentaldaten, die im Kryptosektor lange als irrelevant galten, rücken ins Zentrum der Investorenentscheidungen. Coins mit starken Protokollumsätzen und solider Tokenomics dürften den nächsten Bullenmarkt anführen – während Projekte, die allein auf Narrative und Hype setzen, strukturell benachteiligt sein werden.

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