Neubauverkäufe in den USA steigen stark
Nach 9 Quartalen des Rückgangs erwarten Experten wieder Aufwärtsbewegung

Die jüngsten Daten zeigen eine beeindruckende Erholung auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt. Trotz der Auswirkungen einer aufeinanderfolgenden Serie von Zinserhöhungen durch die Notenbank Federal Reserve verzeichnete der Markt im September eine signifikante Zunahme von Neubauverkäufen. Ein Anstieg von bemerkenswerten 12,3 Prozent wurde im September gegenüber dem Vormonat festgestellt, was einer Jahresrate von 759.000 Einheiten entspricht. Diese Entwicklung übertraf deutlich die Erwartungen von Experten, die nur mit 680.000 Einheiten gerechnet hatten.
In monetären Begriffen mussten Käufer im September durchschnittlich 418.800 Dollar für ein neues Zuhause ausgeben. Überraschend ist hierbei, dass sich die Kosten für den Erwerb eines Eigenheims im Vergleich zum Vorjahr um 12,3 Prozent verringert haben. Ein Großteil dieser Kostenänderung kann wahrscheinlich auf die erheblichen Anstiege der Hypothekenkosten zurückgeführt werden. Die wiederholten Zinserhöhungen der Federal Reserve haben zweifellos einen bedeutenden Einfluss auf die Immobilien- und Bauwirtschaft gehabt.
Trotz dieser wirtschaftlichen Herausforderungen zeichnet sich für das dritte Quartal eine Stabilisierung des Immobilienmarktes ab. Diese Positiventwicklung ist hauptsächlich dem Wohnungsbau und den Verkäufen neuer Immobilien zu verdanken. Die Erwartungen der Ökonomen sind dementsprechend hoch. Sie prognostizieren, dass die kommenden Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal eine Aufwärtsbewegung in den Wohnbauinvestitionen aufzeigen werden. Dies wäre eine signifikante Wende, da diese Investitionen in den vorangegangenen neun Quartalen kontinuierlich rückläufig waren.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseSeit Anfang 2022 hat die US-Zentralbank die Zinsen drastisch von nahe Null auf einen Bereich zwischen 5,25 und 5,50 Prozent erhöht. Obwohl Fed-Chef Jerome Powell in der kommenden Woche keine weitere Zinserhöhung plant, besteht immer noch die Möglichkeit zukünftiger geldpolitischer Straffungen. Zudem wurde klargestellt, dass eine Zinssenkung momentan nicht in Betracht gezogen wird. In diesem Zusammenhang betonte IWF-Chefin Kristalina Georgiewa die Bedeutung eines Bewusstseins für das Ende der Niedrigzinsära. Ihrer Meinung nach müssen sich Unternehmen und Verbraucher auf eine längere Phase hoher Zinsen vorbereiten und entsprechend vorsichtig agieren.


