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Netflix sichert Finanzierung für Warner-Deal

Teilrefinanzierung des Milliardenkredits stärkt Planungssicherheit vor Großübernahme

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Netflix sichert Finanzierung für Warner-Deal

Netflix hat einen Teil eines umfangreichen Überbrückungskredits in Höhe von 59 Milliarden US-Dollar refinanziert, der im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von Film-, Fernseh- und Streaming-Vermögenswerten von Warner Bros Discovery Inc steht. Aus einer aktuellen Pflichtmitteilung geht hervor, dass der Streamingkonzern seine Finanzierung damit teilweise auf eine langfristigere Basis gestellt hat, während ein erheblicher Teil der ursprünglichen Brückenfinanzierung noch am Markt platziert werden soll.

Konkret sicherte sich Netflix Inc eine revolvierende Kreditlinie über fünf Milliarden US-Dollar sowie zwei verzögert abrufbare Terminkredite von jeweils zehn Milliarden US-Dollar. Nach dieser Refinanzierung verbleiben rund 34 Milliarden US-Dollar des ursprünglichen Brückenkredits, die noch syndiziert werden müssen. Die Mittel sollen unter anderem zur Finanzierung des Baranteils der Transaktion sowie für damit verbundene Gebühren und Kosten verwendet werden. Darüber hinaus können sie für Refinanzierungen und allgemeine Unternehmenszwecke eingesetzt werden.

Mit dem Schritt bereitet sich Netflix auf eine der größten Transaktionen in der Geschichte der Medienbranche vor. Das Unternehmen hatte sich in einem Bieterverfahren durchgesetzt und konkurrierende Offerten hinter sich gelassen. Dazu zählte auch ein unaufgefordertes Angebot von Paramount Skydance Corp, das als vollständige Barofferte strukturiert war und einen Preis von 30 US-Dollar je Aktie für den gesamten Warner-Bros-Discovery-Konzern vorsah. Trotz des höheren unmittelbaren Werts dieses Angebots sprach sich der Verwaltungsrat von Warner Bros Discovery für die Transaktion mit Netflix aus und verwies auf strategische Vorteile sowie eine höhere Finanzierungssicherheit.

Der geplante Deal umfasst bedeutende Marken und Inhalte, darunter die Premiumangebote HBO und HBO Max. Der Abschluss der Transaktion wird nach der Abspaltung der Global-Networks-Sparte von Warner Bros Discovery erwartet, die für das dritte Quartal 2026 vorgesehen ist. Mit dieser Trennung will das Medienunternehmen wachstumsstarke Streaming- und Studioaktivitäten von den traditionellen Netzwerken abkoppeln, um beiden Geschäftsbereichen eine klarere strategische Ausrichtung zu ermöglichen.

Netflix hatte sich den Brückenkredit Anfang Dezember gesichert, um für sein Gebot Finanzierungssicherheit zu gewährleisten. Solche Kredite dienen üblicherweise der kurzfristigen Überbrückung bei großen Übernahmen und werden später durch längerfristige und günstigere Finanzierungen ersetzt. Die nun erfolgte Teilrefinanzierung stellt einen wichtigen Schritt in diesem Prozess dar.

NetflixFinanzenWarner Bros

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