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Nestlé verkauft Speiseeis-Geschäft im großen Konzernumbau

Der Schweizer Lebensmittelriese trennt sich von seiner Eiscreme-Sparte und fokussiert sich auf vier Kernkategorien.

Nestlé verkauft Speiseeis-Geschäft im großen Konzernumbau

Nestlé zieht sich aus dem Speiseeis-Geschäft zurück. Der Schweizer Konsumgüterkonzern, bekannt für Marken wie KitKat und Nescafé, kündigte an, seine verbleibenden Eiscreme-Aktivitäten zu veräußern. Der Schritt ist Teil einer umfassenden Restrukturierung unter dem neuen Vorstandsvorsitzenden Philipp Navratil.

Navratil will den Konzern nach einer schwierigen Phase wieder auf Kurs bringen. In den vergangenen Jahren kämpfte Nestlé mit schwachen Ergebnissen, Managementturbulenz und einer Serie von Rückschlägen. Die Neuausrichtung soll die Ertragskraft des Unternehmens nachhaltig stärken.

Fokus auf vier Kernkategorien

Künftig konzentriert sich Nestlé auf vier strategische Bereiche:

  • Kaffee
  • Tiernahrung
  • Ernährung
  • Lebensmittel

Mit dieser Fokussierung will der Konzern besser auf veränderte Verbraucherpräferenzen reagieren und gleichzeitig Kosten senken. Marken, die nicht in dieses Kernportfolio passen, sollen abgestoßen werden.

Verkauf an Joint Venture Froneri

Die verbleibenden Speiseeis-Aktivitäten sollen an Froneri verkauft werden, ein Joint Venture, an dem Nestlé selbst mit 50 Prozent beteiligt ist. Froneri wurde 2016 gemeinsam mit der Private-Equity-Gesellschaft PAI Partners gegründet, um Nestlés Eismarken zu bündeln – darunter die Premiummarke Häagen-Dazs. Durch den Verkauf an das bestehende Joint Venture bleibt Nestlé indirekt mit dem Eisgeschäft verbunden, gibt aber die operative Verantwortung ab.

Für deutsche Anleger ist die Neuausrichtung ein wichtiges Signal. Nestlé gehört zu den größten Positionen in zahlreichen europäischen Fonds und Indizes. Die Aktie reagierte mit einem Kursanstieg von rund 3,86 Prozent auf die Ankündigung – ein Zeichen, dass der Markt die Strategie positiv bewertet.

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