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NBA 2K, Roku-Übernahme und Europa-Aktien im Fokus

Marktgeflüster aus Tech, Medien und Telekommunikation: Rekordverkäufe, regulatorische Hürden und skeptische Analysten.

NBA 2K, Roku-Übernahme und Europa-Aktien im Fokus

Take-Two Interactive meldet für sein Basketball-Franchise „NBA 2K26" ein Rekordjahr. In einer Analystenkonferenz gaben Führungskräfte des Videospielunternehmens bekannt, dass der Titel mehr als 12 Millionen Einheiten verkaufte – ein Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorgänger „2K25". Take-Two ist vor allem für die „Grand Theft Auto"-Reihe bekannt, doch das Sportspiel entwickelt sich zunehmend zu einem eigenständigen Zugpferd.

Auch das Nutzerengagement legte deutlich zu: Die Verbraucherausgaben stiegen um 7 Prozent. Damit übertraf „NBA 2K26" sogar das Wachstum der wiederkehrenden Ausgaben bei der GTA-Serie, die lediglich ein Plus von 3 Prozent verzeichnete. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Bedeutung des Sportspiel-Segments für Take-Two.

Fox Corp. und Roku: Milliardendeal mit regulatorischen Risiken

Die geplante Übernahme der Streaming-Plattform Roku durch Fox Corp. könnte sich als langwieriger Prozess erweisen. Fox hatte der Transaktion im Juni zugestimmt – das Geschäft hat ein Volumen von rund 25 Milliarden US-Dollar. Analysten von Bernstein sehen zwar keine grundlegenden kartellrechtlichen Bedenken, warnen jedoch vor unvorhersehbaren Verzögerungen durch Regulierungsbehörden.

Als Präzedenzfall verweisen die Bernstein-Analysten auf das Übernahmegebot von Paramount für Warner Bros. Discovery, das ebenfalls durch regulatorische Hürden ausgebremst wird. „Der Zeitplan einer Transaktion kann unvorhersehbar sein, selbst wenn die zugrunde liegenden kartellrechtlichen Argumente relativ schwach erscheinen", so die Analysten. Sollte der Deal dennoch abgeschlossen werden, könnte Roku laut Bernstein eine „überzeugendere langfristige Wachstumsstory" für Fox schaffen. Die Fox-Aktie fiel im vorbörslichen Handel um 6,6 Prozent. Hinweis zur Transparenz: Fox Corp. und die News Corp., Muttergesellschaft des Wall Street Journal, befinden sich in gemeinsamem Besitz.

Europäische Aktien: Bank of America warnt vor überhöhten Bewertungen

Trotz starker Kursgewinne bleibt die Bank of America skeptisch gegenüber europäischen Aktien. Der europaweite Stoxx 600 notiert auf einem Rekordhoch und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Plus von 12 Prozent – am Freitag legte der Index weitere 0,6 Prozent zu. Analysten der US-Großbank sehen den Markt jedoch als „auf Perfektion eingepreist" und mahnen zur Vorsicht.

Die jüngste Abkehr der Anleger von momentumgetriebenen KI-Aktien habe zwar einigen europäischen Nachzüglern zu einer Outperformance verholfen, so die Analysten. Doch strukturelle Risiken bleiben bestehen: Sollten europäische Unternehmen Schwierigkeiten haben, mit künstlicher Intelligenz Erträge zu erzielen, oder mit steigenden Energiekosten konfrontiert werden, könnte der Aufschwung schnell enden. Auch ein Anstieg von Zahlungsausfällen bei Unternehmen würde die Anlegerstimmung belasten.

Die Bank of America geht grundsätzlich davon aus, dass europäische Aktien „aus Sicht des Gewinnwachstums gegenüber globalen Wettbewerbern strukturell im Nachteil bleiben werden". Für deutsche Anleger, die stark in europäische Titel investiert sind, ist diese Einschätzung besonders relevant – zumal der DAX ebenfalls von der allgemeinen Erholung profitiert hat und Bewertungsfragen zunehmend in den Vordergrund rücken.

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