ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Nayara Energy erschließt neue Exportmärkte nach Sanktionen

Indischer Ölkonzern nutzt alternative Routen und beliefert Nahost, Türkei, Taiwan und Brasilien

Nayara Energy erschließt neue Exportmärkte nach Sanktionen

Indiens Ölkonzern Nayara Energy hat nach den EU-Sanktionen neue Absatzmärkte für seine Produkte erschlossen und den Export über Tanker unter Sanktionsauflagen wieder aufgenommen. Das Unternehmen mit Sitz im Westen des Landes exportiert seit August wieder Treibstoffe und setzt dabei auf alternative Routen und Empfängerländer. Daten der Analysefirmen LSEG und Kpler zeigen, dass die Ausfuhren nach einer Unterbrechung von rund zwei Wochen erneut angelaufen sind. Zuvor hatte die Europäische Union am 18. Juli Sanktionen gegen Nayara verhängt, weil der Konzern mit russischem Öl gehandelt hatte.

Vor den Maßnahmen belieferten die Exporte vor allem Abnehmer in Asien, im Nahen Osten und in Nordwesteuropa. Die Sanktionen zwangen den Konzern, seine Rohölverarbeitung in der 400.000-Barrel-pro-Tag-Raffinerie im Hafen Vadinar auf 70 bis 80 Prozent der Kapazität zu drosseln. Schwierigkeiten bei der Anmietung von Schiffen und beim Verkauf von Treibstoff erschwerten die Abläufe erheblich. Die exportierten Mengen an Benzin, Diesel und Kerosin sanken in den Monaten August und September auf rund 80.000 Barrel pro Tag, nachdem im Zeitraum Januar bis Juli noch etwa 138.000 Barrel täglich ausgeführt worden waren.

Seit der Wiederaufnahme der Lieferungen Anfang August haben laut den Datensätzen mindestens 16 Tankerladungen den Hafen verlassen. Viele dieser Schiffe stehen selbst auf EU-Sanktionslisten. Ein großer Teil der Fracht wird inzwischen in den Nahen Osten, in die Türkei, nach Taiwan und nach Brasilien transportiert. Mehrere Tanker liegen derzeit vor der Küste Omans und der Vereinigten Arabischen Emirate vor Anker. Einige führten Schiff-zu-Schiff-Umladungen vor Oman und Ägypten durch, zwei weitere entluden ihre Ladung im türkischen Tanklager Turkis Enerji Storage.

Zwei Schiffe, die Blue Ember und die Anaya, brachten Diesel nach Südamerika und steuern die Häfen Santos und Paranagua in Brasilien an. Ein weiterer Tanker, die Opal, lieferte am 16. September eine Ladung schwefelhaltigen Diesels im Hafen Taichung in Taiwan ab. Taiwans Wirtschaftsministerium äußerte sich dazu nicht. Das Land hat umfassende Sanktionen gegen Russland verhängt, verbietet aber russische Energieimporte nicht ausdrücklich.

Daten zu einzelnen Transporten zeigen ein weit verzweigtes Netzwerk an Routen und Empfängern. So wurden zwischen Anfang August und Mitte September zahlreiche Ladungen mit unterschiedlichen Produkten verladen und weiterverteilt, darunter Benzintransporte nach Sohar im Oman und Diesellieferungen nach Ägypten und in die Türkei. Laut Händlern ist ein wichtiger Abnehmer für Nayaras Benzin im Nahen Osten das Unternehmen Redwood Global Supply. Mehrere beteiligte Behörden und Firmen reagierten nicht auf Anfragen zu den Transporten.

NayaraÖlIndienRusslandSanktionen

Disclaimer