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NatWest Q1 2026: Starke Ergebnisse und Prognose angehoben

Die britische Großbank NatWest übertrifft im ersten Quartal 2026 die Erwartungen und hebt ihre Jahresprognose leicht an.

NatWest Q1 2026: Starke Ergebnisse und Prognose angehoben

NatWest hat im ersten Quartal 2026 starke Zahlen vorgelegt und dabei die Analystenerwartungen übertroffen. Die Gesamterträge stiegen um 10% im Vergleich zum Vorjahr auf 4,4 Milliarden Britische Pfund – der Konsens hatte lediglich 4,3 Milliarden Pfund erwartet. Die Aktie reagierte positiv und legte im frühen Handel um 2,9% zu.

Der operative Gewinn kletterte um 12% auf 2,0 Milliarden Britische Pfund und übertraf damit ebenfalls die Markterwartungen von 1,9 Milliarden Pfund. Als Treiber nannte das Unternehmen starkes Ertragswachstum sowie eine gute Kostendisziplin. Auch die Nettozinsmarge verbesserte sich spürbar: Sie stieg von 2,27% auf 2,47%.

Solide Kapitalausstattung und niedrige Ausfallraten

Die Kapitalquote CET1 – eine wichtige Kennzahl für die finanzielle Stabilität einer Bank – lag zum Ende des Berichtszeitraums bei 14,3%. Damit übertrifft NatWest den eigenen Zielwert von rund 13% deutlich. Dies signalisiert eine komfortable Kapitalpuffer-Situation, die dem Institut Spielraum für Investitionen und Ausschüttungen lässt.

Die Wertberichtigungen fielen aufgrund schwächerer wirtschaftlicher Annahmen zwar höher aus, lagen jedoch im Rahmen der Erwartungen. Gleichzeitig blieben die Ausfallraten weiterhin niedrig, was auf eine stabile Kreditqualität im Portfolio hindeutet.

Jahresprognose leicht nach oben angepasst

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet NatWest nun Gesamterträge am oberen Ende der bisherigen Spanne von 17,2 bis 17,6 Milliarden Britischen Pfund. Analysten hatten im Konsens 17,7 Milliarden Pfund prognostiziert. Dabei sind mögliche Vorteile aus der bevorstehenden Übernahme von Evelyn Partners noch nicht in der Prognose berücksichtigt.

Aus Bewertungsperspektive handelt NatWest aktuell mit einem erwarteten Kurs-Buchwert-Verhältnis von 1,15 für die nächsten zwölf Monate. Der Zehnjahresdurchschnitt dieser Kennzahl liegt bei lediglich 0,68 – die Aktie ist also im historischen Vergleich höher bewertet. Die voraussichtliche Dividendenrendite für die nächsten zwölf Monate beträgt 6,4%, was deutlich über dem Zehnjahresdurchschnitt von 5,2% liegt und die Aktie für einkommensorientierte Anleger attraktiv macht.

Einordnung für deutsche Anleger

NatWest gehört zu den größten britischen Banken und ist ein wichtiger Gradmesser für die Gesundheit des britischen Finanzsektors. Die soliden Q1-Zahlen zeigen, dass das Institut trotz eines herausfordernden makroökonomischen Umfelds – geprägt von Unsicherheiten rund um Handelskonflikte und Konjunkturrisiken – robust aufgestellt ist. Die Kombination aus Ertragswachstum, Kostendisziplin und starker Kapitalquote unterstreicht die operative Stärke der Bank zu Beginn des Jahres 2026.

Alle genannten Bewertungskennzahlen stammen von LSEG Datastream und basieren auf den Schlusskursen des Vortages. Renditen sind variabel und stellen keinen verlässlichen Indikator für künftige Erträge dar. Dieser Artikel stellt keine Anlageempfehlung dar.

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