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Naturkatastrophen belasten Versicherer weltweit massiv

Klimawandel und Wertkonzentration treiben Schadensummen auf Rekordniveau

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Naturkatastrophen belasten Versicherer weltweit massiv

Die wirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen im Jahr 2024 belaufen sich laut einer Einschätzung des Schweizer Rückversicherers Swiss Re auf 310 Milliarden Dollar. Davon trägt die Versicherungsbranche mehr als 135 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht und rund 30 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt liegt. Besonders betroffen waren städtische Gebiete, deren Wertkonzentration sowie der Klimawandel maßgeblich zur Höhe der Schäden beitrugen.

Schwere Überschwemmungen in Europa verursachten versicherte Schäden von etwa zehn Milliarden Dollar, insbesondere in Tschechien, Polen, Österreich und Spanien. Damit wird 2024 zu einem der teuersten Hochwasserjahre für die Versicherungsbranche in der Region. In den USA sorgten zwei Wirbelstürme, „Helene“ und „Milton“, für versicherte Schäden in Höhe von knapp 50 Milliarden Dollar. Zusätzlich traten dort ungewöhnlich häufig schwere Gewitterstürme auf, die weitere Schäden verursachten.

Laut Swiss Re übersteigen die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen das fünfte Jahr in Folge die Marke von 100 Milliarden Dollar. Die Belastung der Versicherungsbranche sei ein deutliches Signal, dass Investitionen in Klimaschutz und Klimaanpassung dringend notwendig sind, so Balz Grollimund, Leiter der Abteilung für Katastrophengefahren bei Swiss Re. Ohne umfassende Maßnahmen zur Risikominderung könnten die Schäden in den kommenden Jahren weiter steigen.

Ergänzend dazu veröffentlichte die Münchener Rück eine Schätzung, wonach die versicherten Schäden durch Naturkatastrophen bis Ende November bereits über 100 Milliarden Dollar betrugen. Unter Berücksichtigung von von Menschen verursachten Desastern beläuft sich die Gesamtschätzung der versicherten Schäden laut Swiss Re auf 144 Milliarden Dollar. Die gesamten wirtschaftlichen Schäden, inklusive der nicht versicherten Verluste, summieren sich demnach auf 320 Milliarden Dollar.

Die Häufung von Wetterextremen in diesem Jahr unterstreicht die wachsende Herausforderung für Versicherer und Rückversicherer, die Risiken durch den Klimawandel zu bewältigen. Der deutliche Anstieg der Schadenssumme im Vergleich zu den Vorjahren verdeutlicht die Dringlichkeit langfristiger Strategien, um sowohl die wirtschaftlichen als auch die gesellschaftlichen Folgen zu mindern.

Swiss ReVersicherungFinanzenKlimawandel

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