Nasdaq auf Rekordhoch: Tech-Rally hält an, Ölpreise brechen ein
Chip-Aktien treiben die US-Börsen weiter nach oben, während Berichte über einen möglichen Iran-Deal die Ölpreise abstürzen lassen.

Die Euphorie rund um Chip-Aktien hält die US-Börsen weiter in Schwung. Nasdaq und S&P 500 hatten bereits am Vortag Rekordschlussstände erreicht – und die Dynamik setzt sich fort. Intel legt am heutigen Handelstag um rund 3% zu und knüpft damit an die starken Gewinne des Vortages an.
Noch beeindruckender ist die Performance von Advanced Micro Devices (AMD): Der Chip-Konkurrent schießt um fast 20% nach oben, angetrieben von starken Quartalszahlen. Solche Kurssprünge bei Halbleiterwerten sind ein klares Signal, dass Anleger weiterhin auf die Wachstumsstory im Technologiesektor setzen – insbesondere im Bereich Künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechner, für die Chips unverzichtbar sind.
Ölpreise unter Druck – Iran-Deal-Gerüchte sorgen für Turbulenzen
Während Tech-Werte glänzen, gerät der Ölmarkt massiv unter Druck. Ein Bericht des US-Nachrichtenportals Axios, wonach die USA und der Iran kurz vor einer Einigung zur Beendigung des Krieges stehen sollen, hat die Ölpreise deutlich nach unten gedrückt. Die Futures für Brent-Rohöl und US-Rohöl (WTI) liegen weiterhin rund 6% im Minus – ein erheblicher Rückgang, der die Verluste des Vortages noch weiter verstärkt.
Allerdings wurden die Verluste teilweise wieder aufgeholt. US-Präsident Trump warnte öffentlich, dass die amerikanischen Bombardierungen des Irans „mit einer viel höheren Intensität" wieder aufgenommen würden, sollte Teheran einem Abkommen nicht zustimmen. Diese Drohung sorgte für Unsicherheit an den Märkten und bremste den freien Fall der Ölpreise zumindest vorübergehend.
Amerikanische Autofahrer spüren kaum Entlastung an der Zapfsäule
Trotz des deutlichen Rückgangs der Rohölpreise profitieren US-Verbraucher bislang nicht an den Tankstellen. Der Durchschnittspreis für eine Gallone Normalbenzin stieg laut aktuellen Daten des Automobilclubs AAA auf 4,54 US-Dollar pro Gallone. Zum Vergleich: Zu Beginn des Krieges lag der Preis noch bei weniger als 3 US-Dollar pro Gallone – ein Anstieg von über 50%.
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Zur AktienanalyseDieser Preisanstieg verdeutlicht, wie stark geopolitische Konflikte die Energiemärkte und damit den Alltag der Bevölkerung belasten können. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung ebenfalls relevant: Sinkende Ölpreise könnten mittelfristig die Inflation dämpfen und Zentralbanken mehr Spielraum bei der Geldpolitik geben. Gleichzeitig geraten Energieaktien unter Druck, während Technologiewerte profitieren.
Die aktuelle Marktlage zeigt damit eine klare Zweiteilung: Technologie und Halbleiter boomen, während der Energiesektor von geopolitischen Unsicherheiten und Friedenshoffnungen im Nahen Osten bewegt wird. Anleger sollten die weiteren Entwicklungen rund um die Iran-Verhandlungen genau im Blick behalten.

