Nakamoto-Aktie steigt 7,5% nach Schuldenabbau und Rückkaufprogramm
Die Bitcoin-Betreibergesellschaft tilgte 45 Mio. Dollar Schulden, refinanzierte Kredite und genehmigte einen Aktienrückkauf von 25 Mio. Dollar.

Die Aktien von Nakamoto Inc. (NASDAQ: NAKA) legten am Donnerstag um 7,5 Prozent zu. Auslöser war eine Reihe von Finanzmaßnahmen, die das Unternehmen gleichzeitig bekannt gab: Schuldenabbau, Refinanzierung und ein neues Aktienrückkaufprogramm. Für Anleger sendete die Bitcoin-Betreibergesellschaft damit gleich mehrere positive Signale auf einmal.
Nakamoto reduzierte seine ausstehenden Schulden um 45 Millionen US-Dollar. Dazu verkaufte das Unternehmen rund 600 Bitcoin sowie Bitcoin-bezogene Derivatpositionen und erzielte damit Nettoerlöse von etwa 48 Millionen US-Dollar. Nach Abschluss der Transaktion hält Nakamoto noch rund 4.467 Bitcoin in seiner Treasury.
Refinanzierung mit Kraken senkt Finanzierungskosten
Im Anschluss an die Schuldentilgung schloss Nakamoto ein neues Kredit-Termsheet mit Payward Interactive, Inc. ab – dem Unternehmen, das unter dem Namen Kraken bekannt ist. Der Kapitalbetrag von rund 105 Millionen USDT wurde dabei bis zum 30. Juni 2027 verlängert. Die Refinanzierung senkte den Zinssatz auf eine Spanne von 7,75 bis 8,0 Prozent pro Jahr und soll die jährlichen Finanzierungskosten voraussichtlich um rund 4 Millionen US-Dollar verringern.
Die neuen Kreditbedingungen sehen vor, dass 60 Millionen USDT am 4. Dezember 2026 fällig werden, während die verbleibenden 105 Millionen USDT bis Juni 2027 verlängert wurden. Der günstigere Zinssatz ist an eine Bedingung geknüpft: Nakamoto muss eine festgelegte Mindestbesicherung von 2.000 Bitcoin in einem separat verwalteten Konto bei Bitwise Asset Management aufrechterhalten.
Aktienrückkauf und Nasdaq-Compliance als weitere positive Signale
Das Board von Nakamoto genehmigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 25 Millionen US-Dollar der ausstehenden Stammaktien – gültig bis zum 31. Dezember 2026. Die Rückkäufe können über verschiedene Wege erfolgen, darunter Käufe am offenen Markt, privat ausgehandelte Transaktionen sowie Block-Trades, jeweils im Einklang mit den geltenden wertpapierrechtlichen Vorschriften. Aktienrückkaufprogramme gelten in der Regel als Zeichen dafür, dass das Management die eigene Aktie für unterbewertet hält.
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Zur AktienanalyseEin weiterer positiver Aspekt: Nakamoto erfüllt wieder die Compliance-Anforderungen der Nasdaq. Am 9. Juni 2026 erhielt das Unternehmen die offizielle Bestätigung von Nasdaq Listing Qualifications, dass es die Anforderung eines Mindestgebotspreises von 1 US-Dollar je Aktie wieder erfüllt. Diese Bestätigung ist für börsennotierte Unternehmen bedeutsam, da ein dauerhaftes Unterschreiten dieser Schwelle zum Delisting führen kann.
Insgesamt präsentiert sich Nakamoto mit diesen Maßnahmen als ein Unternehmen, das aktiv an seiner Bilanzstruktur arbeitet. Die Kombination aus Schuldenabbau, günstigerer Refinanzierung, einem Aktienrückkaufprogramm und der wiederhergestellten Nasdaq-Compliance erklärt den deutlichen Kursanstieg vom Donnerstag. Für Anleger, die Bitcoin-Exposure über Aktien suchen, bleibt Nakamoto damit ein Unternehmen, das es zu beobachten gilt.


