Nahostkonflikt: Fluggesellschaften streichen Flüge und passen Routen an
Internationale Airlines reagieren auf den Nahostkonflikt mit massiven Streichungen – besonders Tel Aviv, Dubai und Beirut sind betroffen.

Der Nahostkonflikt zwingt Fluggesellschaften weltweit zu drastischen Anpassungen ihres Streckennetzes. Während Airlines aus dem Nahen Osten ihre Kapazitäten nach schweren Unterbrechungen durch den Iran-Krieg schrittweise wieder hochfahren, leiten Fluggesellschaften von außerhalb der Golfregion ihre Verbindungen zwischen Europa und Asien um die großen Drehkreuze der Region herum. Besonders betroffen sind Ziele wie Tel Aviv, Dubai, Beirut und Riad.
Die Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr sind erheblich. Zahlreiche europäische, nordamerikanische und asiatische Carrier haben Flüge in die Region bis weit in den Sommer oder sogar Herbst 2025 gestrichen. Ein Überblick über die aktuellen Maßnahmen der wichtigsten Fluggesellschaften zeigt das volle Ausmaß der Störungen.
Europäische Airlines stark betroffen
Griechenlands größte Fluggesellschaft nimmt die Flüge nach Tel Aviv von Iraklio, Rhodos und Larnaka am 21. Mai wieder auf, während Flüge von Thessaloniki nach Tel Aviv bis zum 26. Juni gestrichen bleiben. Flüge nach Dubai sind bis zum 29. Juni, nach Erbil und Bagdad bis zum 2. Juli ausgesetzt. Immerhin: Die Verbindungen nach Beirut wurden bereits am 12. Mai wieder aufgenommen.
Air France hat ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut und Dubai bis zum 27. Mai sowie nach Riad bis zum 19. Mai ausgesetzt. Die niederländische Schwestergesellschaft KLM hat Flüge nach Riad, Dammam und Dubai bis zum 28. Juni gestrichen. Die lettische airBaltic streicht Flüge nach Tel Aviv bis zum 28. Juni und nach Dubai sogar bis zum 24. Oktober. Die spanische Fluggesellschaft hat Flüge nach Tel Aviv bis zum 31. Mai gestrichen, die finnische Airline ihre Verbindungen nach Doha bis zum 2. Juli – Dubai-Flüge werden dort erst im Oktober wieder aufgenommen.
British Airways kürzt dauerhaft – Delta verlängert Aussetzung
Besonders weitreichende Entscheidungen trifft British Airways, die zum IAG-Konzern gehört. Die britische Airline reduziert bei Wiederaufnahme des Betriebs die Flüge in den Nahen Osten und streicht Dschidda dauerhaft als Ziel aus dem Streckennetz. Ab dem 1. Juli plant British Airways, die Verbindungen nach Dubai, Doha und Tel Aviv auf jeweils einen täglichen Flug zu reduzieren. Gleichzeitig baut die Airline ihre Kapazitäten nach Indien und Afrika aus.
Die US-amerikanische Delta Air Lines hat die Aussetzung ihrer Verbindung Atlanta–Tel Aviv bis zum 30. November verlängert. Die Wiederaufnahme der Strecke New York-JFK nach Tel Aviv ist für den 6. September geplant, während die ursprünglich für Ende Oktober vorgesehene neue Strecke Boston–Tel Aviv bis auf Weiteres verschoben wurde. Alle Delta-Flüge nach Dubai sind bis zum 31. Mai gestrichen.
Nordamerika und Asien ebenfalls betroffen
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Zur AktienanalyseDie kanadische Fluggesellschaft hat Flüge nach Tel Aviv und Dubai bis zum 7. September gestrichen. Die Hongkonger Airline hat Flüge nach Dubai und Riad bis zum 30. Juni sowie Frachtdienste nach Dubai und Riad bis zum 31. Mai ausgesetzt, plant jedoch, alle Linienflüge über den Juni hinaus durchzuführen.
Die staatliche russische Fluggesellschaft Aeroflot kündigte an, die Flüge in die Vereinigten Arabischen Emirate ab dem 1. Juni wieder aufzunehmen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich die Lage in Teilen der Region langsam stabilisiert. Dennoch meiden viele Airlines weiterhin den Luftraum über Irak, Iran, Syrien und Israel, was zu längeren Flugzeiten und höheren Betriebskosten auf Verbindungen zwischen Europa und Asien führt.
Die Situation bleibt dynamisch: Fluggesellschaften passen ihre Pläne laufend an die Sicherheitslage an. Reisende sollten vor Antritt ihrer Reise den aktuellen Status ihrer Flüge direkt bei der jeweiligen Airline prüfen.

